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Mut zur Wild­nis zahlt sich aus

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Do, 02.09.2021

Im Herbst haben wir es in der Hand, den Grund­stein zu legen für eine höhere Arten­viel­falt im Gar­ten. Damit Lebens­räume erhal­ten blei­ben, soll­ten wir nicht alles blitz­blank aufräumen. 

Noch immer allzu häu­fig wird im Herbst radi­kal Ord­nung geschaf­fen im Gar­ten. Wir haben es in der Hand, etwas ver­wil­derte, viel­fäl­tige Struk­tu­ren zu schaf­fen. Tiere schät­zen es, wenn nicht alles weg­ge­räumt ist.Wo sol­len Igel überwintern im blitz­blan­ken Gar­ten und wo Insek­ten? Den Blu­men­ra­sen mähen wir ein letz­tes Mal, das Laub ent­fer­nen wir hier. Mit die­sem Laub schützen wir frost­emp­find­li­che Pflan­zen oder legen einen Laub­hau­fen an. Auch im Stau­den­beet dürfen wir das Laub teil­weise lie­gen las­sen, es wirkt als Schutz gegen Kahl­fröste. Bei den Stau­den gibt es wahre Laub­schlu­cker, denen eine Schicht Laub nichts anha­ben kann. Ein Laub­kom­post dient als Grund­lage für eine eigene Erd­mi­schung. Ein zugäng­li­cher Kom­post kann Über­win­te­rungs­ort für Igel sein, also bes­ser genügend früh im Herbst ansetzen.

Die Autorin

Ruth Bos­sardt
Fach­jour­na­lis­tin und Gartenfachfrau

Aus «casanostra» 162

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