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Die Schweiz ist bei der Lärm­be­kämp­fung im Ver­zug

Gesund­heit

Finan­zen, Mobi­li­tät, Umwelt, Unter­halt, Ver­mie­tung

Fr, 06.04.2018

Seit 31. März 2018 soll­ten die Kan­tons- und Gemein­de­stras­sen in der Schweiz lärm­sa­niert sein. Aller­dings: die Frist ist an vie­len Orten unge­nutzt ver­stri­chen. Jetzt droht der öffent­li­chen Hand eine Welle von teu­ren Kla­gen.

Strassenlärm

Die Schwei­zer Bevöl­ke­rung ist vor Lärm zu schüt­zen. Das steht im Bun­des­ge­setz. Bloss ist es mit der Umset­zung hin­sicht­lich Stras­sen­lärm nicht weit her: Die Kan­tone und Gemein­den hat­ten bis Ende März Zeit zum Nach­bes­sern, sind jedoch bei wei­tem nicht à jour: «Es gibt kei­nen Kan­ton und nur wenige Gemein­den, die ihre Haus­auf­ga­ben voll­stän­dig gemacht haben», zieht Anwalt Peter Ett­ler, Prä­si­dent der Lärm­liga Schweiz, Bilanz. Hun­derte Kilo­me­ter Strasse in der gan­zen Schweiz über­schrit­ten die gesetz­li­chen Grenz­werte noch immer, sagt er. «Und dies obwohl die Gemein­den und Kan­tone über dreis­sig Jahre Zeit hat­ten, und obwohl 2002 die Frist auf das jet­zige Datum ver­län­gert wor­den ist.»

Der Autor

Andreas Käsermann

Andreas Käser­mann
Redak­tor «casanostra», Ver­ant­wort­li­cher Kom­mu­ni­ka­tion Cas­a­fair Schweiz

Aus «casanostra» 145

Sind auch Sie betrof­fen?

Wenn Ihre Lie­gen­schaft an einer man­gel­haft oder nicht sanier­ten Strasse liegt, sind Sie seit 1. April 2018 unter gewis­sen Bedin­gun­gen kla­ge­be­rech­tigt. Am von der Lärm­liga Schweiz vor­be­rei­te­ten Kla­ge­pool kön­nen sich alle Betrof­fe­nen betei­li­gen. Lärm­liga-Mit­glie­der legen dazu 850 Fran­ken ein, Nicht-Mit­glie­der 1000 Fran­ken. Damit der Kla­ge­pool wirt­schaft­lich selbst­tra­gend wird, sind gemäss Schät­zun­gen der Lärm­liga min­des­tens 300 Kla­ge­wil­lige nötig.

Wei­tere Infor­ma­tio­nen unter www.laermliga.ch

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