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Gut geplant

 

  Mi., 01.01.2014

Das Fertighaus ist eine praktische Sache. Im Vorfeld müssen aber einige Dinge gut bedacht sein. Vor allem auf die Kosten gilt es gut zu achten. Viele Extras sind nämlich im Katalogpreis nicht inbegriffen.

Das freistehende Fertighaus erfreut sich auch in der Schweiz seit Jahren grosser Beliebtheit; von den 12’000 jährlich in der Schweiz gebauten Einfamilienhäusern sind rund ein Fünftel Fertighäuser. Mit dem Aufkommen des Minergie-Labels vor zehn Jahren, vor drei Jahren von Minergie-P und neu Minergie-PEco hat der Anteil sogenannter Öko-Fertighäuser stetig zugenommen.

Mit oder ohne «Nebenposten»?

Doch ist die Qualität gleich gut wie ein konventionell gebautes Haus, das wir beim Architekten bestellen? Ein Vergleich des «Kassensturzes» (SF DRS) von drei Fertighäusern im März 2010 zeigte bei der Bauqualität kaum Unterschiede zu massiv gebauten Häusern. Überraschenderweise sind die Preise von Fertighäusern aber nicht unbedingt tiefer: Ein Test von «Kassensturz», ausgeführt von Othmar Helbling, Bauberater Hausverein Schweiz, ergab folgendes Bild:

Drei untersuchte Fertighäuser (Coop, Otto’s, Marty) kosten gemäss Prospekt 300 000 bis 400 000 Franken (ohne Grundstückspreis). In den Preisangaben fehlten jedoch einige wichtige «Nebenposten»: Entweder ist im Preis gar keine Unterkellerung enthalten oder die Bodenplatte fehlt in der Kostenaufstellung. Zudem sind alle drei Modelle ohne Werkleitungen (Trinkwasser, Abwasser, Elektrisch) und die entsprechenden Aushubarbeiten gerechnet.

Auch die Kosten für die Aussengestaltung oder Carport kommen noch extra dazu. Bei den Inneneinrichtungen von «Tiefpreishäusern» stellte Helbling ebenfalls nur minimale Ausbaustandards fest. Heizung, Storen oder Steckdosen sind oft nicht inbegriffen. So ist es erklärbar, dass die Mehrkosten für ein Fertighaus von Otto’s (Katalogpreis: 350 000 Franken) volle 110 000 Franken betrugen.

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PWG