Das Parlament befasste sich in der ausserordentlichen Session «Mieten» mit einzelnen Gesetzesänderungen, ohne die grossen Missstände auf dem Mietwohnungsmarkt an der Wurzel zu packen. Der Nationalrat hat es verpasst, den wichtigsten Punkt zu regeln.
Der Nationalrat hat erkannt, dass die Situation auf dem Mietwohnungsmarkt für Mietende und Vermieter*innen unhaltbar ist. An der einberufenen ausserordentlichen Session «Mieten» hat er es jedoch versäumt, die grossen Probleme an der Wurzel zu packen.
Die Berechnung des Mietpreises.
Solange die Berechnungsgrundlagen nicht abschliessend und transparent definiert sind, bleibt jeder Versuch, ungerechtfertigte Mietzinserhöhungen und Wuchermieten einzudämmen, wirkungslos.
Heute bleibt als Antwort auf überzogene Mietpreise nur der Rechtsweg. Dieser wird aus Angst vor Konflikten oder wegen fehlender Transparenz über die Berechnungsgrundlagen kaum jemals eingeschlagen.
Es braucht einheitliche Berechnungsgrundlagen
Casafair fordert deshalb Regeln zur Mietzinsgestaltung, die differenzierbare Kostenmieten als Basis nehmen. Dafür braucht es Berechnungsgrundlagen, die für alle gelten. Für eine ernstzunehmende Verbesserung der Situation ist deshalb die Motion 24.4167 «Endlich klare, einheitliche und faire Renditeberechnungen im Mietwohnungsmarkt» anzunehmen. Für Casafair ist eine Debatte über das Mietrecht, welche die Grundlagenarbeit nicht anpackt, überflüssig.

