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Weniger Kilowattstunden im Haushalt

  

  Do., 03.09.2026

Die sauberste Kilowattstunde ist jene, die man nie verbraucht. Mit wenigen Kniffen in Küche, Waschküche, Wohnzimmer und beim Heizen lassen sich Kosten und Treibhausgase senken.

Mehr Solar- und Windenergie? Ausbau der Wasserkraft oder neue Gas- und Atomkraftwerke? Eine kontroverse Diskussion. Klar ist: Jegliche Form der Energieerzeugung kostet und führt zu Emissionen. Die günstigste und umweltfreundlichste Energie ist deshalb die nie verbrauchte. Grosse Hebel für die Schonung des Klimas sind Gebäudeisolation, nachhaltige Heizsysteme sowie stromsparende Geräte und Technologien. Doch auch das Handeln im Alltag kann einiges bewirken.

Gezielt heizen:

Gut zwei Drittel der Energie verbrauchen Haushalte fürs Heizen. Auf dem zweiten Rang steht der Warmwasserverbrauch. «Darum lohnt es sich hier am meisten, sich die richtigen Gewohnheiten anzueignen», sagt Eva Geilinger, Fachspezialistin Energieeffizienz beim Bundesamt für Energie.

  • Temperatur senken: Heizen Sie nur die Räume gut, in denen Sie sich länger aufhalten, und schliessen Sie dort die Türen. Drehen Sie in Treppenhäusern, Korridoren und Gästezimmern die Radiatoren herunter. Auch der Schlaf ist bei 16 bis 18 Grad besser als in überheizten Zimmern.
  • Stosslüften: Kurz Durchzug machen statt Fenster kippen.

Badezimmer:

  • Sparaufsätze an Duschbrausen und Hähnen sparen 30 bis 50 Prozent Wasser und Energie.
  • Kalt statt warm: Zum Händewaschen und Zähneputzen braucht es nicht immer warmes Wasser.
  • Hahn abstellen beim Einseifen und Zähneputzen.

Küche:

«Ein Drittel des übrigen Haushaltsstroms verbrauchen wir fürs Kochen, Backen und Kühlen», sagt Eva Geilinger. Auch in der Küche sei das Sparpotenzial deshalb gross.

  • Deckel drauf: Mit einem Glasdeckel kann man die Temperatur zum Beispiel bei Teigwaren so einstellen, dass das Wasser köchelt, aber nicht überkocht. Zudem treten weniger Dampf und Gerüche aus.
  • Isolierpfannen mit Doppelwänden sparen bis zu 60 Prozent Energie.
  • Dampfkochtopf: Damit werden eingeweichte Hülsenfrüchte oder Gschwellti schnell und schonend gar. Achtung: Nur aufheizen, bis das Ventil auf Stufe zwei ist. Dann abstellen und Restwärme nutzen.
  • Richtige Herdplatte: Die Auflagefläche der Pfanne sollte gleich gross sein wie die Platte.
  • Wasserkocher sind sparsamer als Herdplatten, sollten aber regelmässig entkalkt werden.
  • Mikrowelle: Praktisch zum Aufwärmen und stromsparender als Herdplatten. Zudem entfallen Wasser- und Energiebedarf für den Abwasch der Pfanne.
  • Backöfen brauchen viel Strom. Deshalb möglichst grössere Mengen Essen zubereiten, statt nur ein Brötchen aufbacken. Mit Umluft kann man die im Rezept angegebene Temperatur um 20 Grad senken. Verzicht aufs Vorheizen und vorzeitiges Abschalten spart ebenfalls Strom.
  • Abwaschmaschine: Eine gefüllte Maschine benötigt deutlich weniger Wasser, Spülmittel und Strom als ein Handabwasch, besonders mit Energiesparprogramm.
  • Kühlschrank: Öffnen Sie den Kühlschrank nur kurz. Kühlen Sie Speisereste oder Getränke im Winter draussen vor.

Waschküche:

  • Waschmaschine gut füllen und nicht zu heiss waschen. Meist reichen 20 Grad, bei stark verschmutzter Wäsche 60 Grad.
  • Draussen aufhängen: Ein Wäscheständer trocknet die Kleider ohne Strom.

Standby vermeiden

  • Geräte ausschalten: Vor allem ältere Geräte sowie Kaffeemaschinen und Set-Top-Boxen fressen im Standbymodus Strom, ohne etwas zu leisten.
  • Steckerleisten erleichtern das Ausschalten.

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