Casafair lehnt Sparübungen beim Gebäudeprogramm vehement ab. Sanierungsvorhaben müssen gefördert statt ausgebremst werden und der CO2-Ausstoss des Gebäudeparks muss zügig abnehmen. Casafair fordert darum, dass die Mittel aus dem per Volksabstimmung angenommenen Klimaschutzgesetz bestimmungsgemäss verwendet werden.
Casafair erwartet vom Parlament dringend, dass die Voraussetzungen für eine Reduktion des CO2-Ausstosses nicht noch verschlechtert werden. Der von einer Minderheit rund um SR Zopfi gestellte Antrag (zu Massnahme 52), der den CO2-Ausstoss knapp auf dem heutigen Niveau begrenzen würde, erachten wir als Mindestforderung.
Casafair erachtet es als unerlässlich, dass die drei erfolgreichen Säulen der Klimapolitik im Gebäudebereich weitergeführt werden – nötig wäre deren Stärkung:
- Fördern mittels Gebäudeprogramm und befristeter Klimaschutz-Programme
- Lenken mittels Lenkungsabgabe
- Standards vorgeben mittels kantonaler Energiegesetze
Die Schweiz hat sich im Rahmen des Pariser Klimaabkommens und ihrer eigenen Klimastrategie im CO2-Gesetz und KlG Ziele zur Minimierung der CO2-Emissionen und zur Senkung des Energieverbrauchs gesetzt. Der Gebäudesektor spielt dabei eine entscheidende Rolle: Er ist für 40 Prozent des Energieverbrauchs und rund einen Viertel der CO2-Emissionen verantwortlich. Damit die Schweiz bis spätestens 2050 klimaneutral wird, müssen die Treibhausgasemissionen des Gebäudesektors bis 2040 um 82 Prozent und bis 2050 um 100 Prozent gegenüber 1990 reduziert werden. Bis 2022 wurde eine Reduktion von 44 Prozent erreicht. Es gilt also, die bislang erfolgreiche Politik im Gebäudebereich weiterzuentwickeln, damit die Ziele erreichbar bleiben.

