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Eine Solar­an­lage macht es mög­lich, sel­ber Strom zu pro­du­zie­ren. Nichts Neues, den­ken Sie!

Dank der Ener­gie­stra­te­gie 2050 kann der sau­bere Son­nen­strom nun aber auch an die Mie­te­rin­nen und Mie­ter von Mehr­fa­mi­li­en­häu­sern mit einer Pho­to­vol­taik-Anlage ver­kauft wer­den. Solar­strom home made. Das hat einen ent­schei­den­den Vor­teil: Der Anteil des Strom-Über­schus­ses sinkt. Solar­strom muss darum auch weni­ger häu­fig ins lokale Strom­netz ein­ge­speist wer­den (– zu einem Abnah­me­preis, der mal glück­lich, mal weni­ger glück­lich macht). Und somit gibt es eigent­lich drei Akteure: Die Solar­strom­pro­du­zie­ren­den, die Mie­te­rin­nen und Mie­ter, die die Ener­gie nut­zen, und die Netz­an­bie­ter.

BesitzerInnen/BetreiberInnen der Anlage

  • Bei Betrei­be­rIn­nen von Solar­an­lage han­delt es sich meist um pri­vate Eigen­tü­me­rIn­nen der Lie­gen­schaft oder um eine Stock­werks­ei­gen­tums­ge­sell­schaft.
  • Der Betrei­be­rIn­nen unter­zeich­net mit den Haus­be­woh­ne­rIn­nen Strom­lie­fer­ver­träge. Sie sind rela­tiv frei in der Aus­ge­stal­tung die­ser Ver­träge. Je inter­es­san­ter die Bedin­gun­gen sind, desto mehr Bewoh­ne­rIn­nen machen mit.
  • Die Eigen­tü­me­rIn­nen erhal­ten vom Ener­gie­ver­sor­ger eine Rech­nung für den vom Netz bezo­ge­nen Strom aller Bewoh­ne­rIn­nen, die am Modell teil­neh­men.
  • Wei­ter erhal­ten sie vom Ener­gie­ver­sor­ger die Strom­ver­brauchs­da­ten der ein­zel­nen Bewoh­ne­rIn­nen oder Par­teien. Basie­rend dar­auf wird die Abrech­nung an die Bewoh­ne­rIn­nen für deren Bezug von Solar- und Netz­strom erstellt. Die Betrei­be­rIn­nen erhal­ten vom Ener­gie­ver­sor­ger eine Ver­gü­tung für den ins Netz ein­ge­speis­ten Solar­strom.

Bewoh­ne­rIn­nen

  • Die Bewoh­ne­rIn­nen erhal­ten von den Betrei­be­rIn­nen der Solar­an­la­gen (z.B. Eigen­tü­me­rIn­nen) einen Strom­lie­fer­ver­trag vor­ge­legt. Die­ser Ver­trag regelt die Bedin­gun­gen für den Bezug des Netz- und Solar­stroms.
  • Die Bewoh­ne­rIn­nen sind frei, die­sen Ver­trag zu unter­zeich­nen oder nicht.
  • Die Bewoh­ne­rIn­nen erhal­ten dann die Strom­ab­rech­nung neu vom Betrei­ber der Solar­an­lage.
  • Die Strom­zäh­ler blei­ben im Besitz des Ener­gie­ver­sor­gungs­un­ter­neh­mens und wer­den von die­sem betrie­ben. Es ist mög­lich, dass der Ener­gie­ver­sor­ger für diese Dienst­leis­tung eine Gebühr ver­rech­net.

Ener­gie­ver­sor­ger (z.B. EKZ, ewz)

  • Der lokale Ener­gie­ver­sor­ger lie­fert wei­ter­hin Strom aus dem Netz für die Zei­ten, in wel­chen die Solar­pro­duk­tion den Strom­be­darf der Bewoh­ne­rIn­nen nicht deckt.
  • Der Ener­gie­ver­sor­ger stellt die Rech­nung für diese Strom­lie­fe­rung nicht mehr an die ein­zel­nen Haus­halte. Er stellt eine Gesamt­rech­nung an die Betrei­be­rIn­nen (z.B. Haus­ei­gen­tü­me­rIn­nen der Solar­an­lage oder Lie­gen­schafts­ver­wal­tung.
  • Der Ener­gie­ver­sor­ger misst nor­ma­ler­weise wei­ter­hin den Strom­ver­brauch in den Haus­hal­ten und stellt die Daten den Betrei­be­rIn­nen der Solar­an­lage zur Ver­fü­gung.
  • Wenn die Solar­an­lage mehr pro­du­ziert, als im Haus ver­braucht wird, wird der Solar­strom ins Netz ein­ge­speist. Der Ener­gie­ver­sor­ger ver­gü­tet die Betrei­be­rIn­nen der Solar­an­la­gen hier­für.

Mie­te­rIn­nen oder Stock­werk­ei­gen­tü­me­rIn­nen? Der Eigen­ver­brauch von Solar­strom eig­net sich sowohl für Miet­lie­gen­schaf­ten wie auch für Stock­werk­ei­gen­tum.



Bildquelle

  • Elec­tric Uti­lity Meter: PaulMcArdleUK/iStock
  • Blue solar panels: VioNet/iStock
  • Solar panel instal­la­tion: Elenathewise/iStock

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