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Umwälzpumpen – Sinnlose Stromfresser ersetzen

   

  Mi., 01.01.2014

In jedem Haus mit Zentralheizung braucht es Umwälzpumpen. Sie verteilen das Heizungswasser im Haus. Viele laufen im Sommer bei voller Leistung. Ein Ersatz ist beim nächsten Brennerwechsel angesagt.

Umwälzpumpen befördern das Heizungswasser vom Heizkessel, der Wärmepumpe oder Photovoltaikanlage zur Fussbodenheizung oder den Radiatoren. Technisch veraltete Umwälzpumpen gehören oft zu den grössten Stromverbrauchern im Haushalt. Viele sind überdimensioniert und laufen auf vollen Touren, selbst im Sommer, wenn sie kaum gebraucht werden. Eine alte Umwälzpumpe verbraucht im Jahr durchschnittlich 520 bis 800 Kilowattstunden Strom, eine moderne Hocheffizienzpumpe hingegen nur 60 bis 100 Kilowattstunden.

So viel wie Mühleberg

Umwälzpumpen in Heizungsanlagen verbrauchen rund 3 Prozent des schweizerischen Stroms, etwa so viel wie Waschmaschine und Tumbler zusammen. Pro Haushalt können sie über 10 Prozent des Haushaltstroms fressen. Landesweit läppert sich so ein massiver Stromverbrauch zusammen: Alte Umwälzpumpen brauchen fast so viel Strom wie die rund 230 000 Elektroheizungen, die ebenfalls dringend ersetzt werden sollten. Die neueste Pumpengeneration spart gegenüber älteren Typen bis zu drei Viertel Energie. Somit sind die Energiesparpotenziale enorm.

A-Label verlangen

Das Austauschen einer noch funktionierenden Pumpe ist wegen des Installationsaufwandes aber meist nicht wirtschaftlich, verrät die Beratungsplattform Topten. Der ideale Zeitpunkt für den Wechsel sei beim Austausch der Heizung gekommen; dann muss unbedingt eine richtig dimensionierte A-klassige Pumpe verlangt werden, da sonst die Gelegenheit für viele Jahre verpasst wird.

Inzwischen gibt es ein Energie-Label für Umwälzpumpen: Pumpen mit einem sehr guten Wirkungsgrad sowie automatischer Drehzahlregelung haben ein A; Pumpen herkömmlicher Bauart und ohne Drehzahlregelung nur ein C oder D; bei schlechtem Wirkungsgrad sogar ein E, F oder gar G. Energiesparende Umwälzpumpen (Hocheffizienzpumpen) mit elektrischem Leistungsbedarf bis hinunter zu 5 Watt sind in der Anschaffung teurer als konventionelle Umwälzpumpen mit 40 bis 100 Watt Leistungsaufnahme.

Höhere Anschaffungskosten lohnen sich

Während der Lebensdauer einer Anlage lassen sich bei einer effizienten Pumpe viele Hunderte, bei grösseren Anlagen, bis Tausende von Franken an Stromkosten einsparen, was die höheren Anschaffungskosten bei Weitem wettmacht. Eine Umwälzpumpe für ein Einbis Vier-Familien-Haus kostet etwa 800 Franken. Dank günstigerer Betriebskosten ist sie in der Regel schon nach zwei Jahren amortisiert.

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