Schliessen

Casafair Logo

Unter dem Vorwand der Wohnungsknappheit debattiert der Nationalrat voraussichtlich am Montag über eine Aufweichung der Trennung von Bau- und Nichtbaugebieten. Casafair wehrt sich entschieden gegen diese Bestrebung für neue Baumöglichkeiten ausserhalb der Bauzonen.

FDP-Nationalrat Daniel Ruch verlangt in einer Motion 25.3113, dass Gebäude ausserhalb der Bauzone abgerissen und im gleichen Volumen wieder aufgebaut werden können. So kann aus einem Bauernhof in der Landwirtschaftszone ein Mehrfamilienhaus werden, inklusive Parkplätzen und Zugangsstrasse. 2023 wurde ein Bestand von 618 000 Gebäuden ausserhalb der Bauzone verzeichnet. 202 000 davon sind Wohnbauten.

Die Forderung, erneut eine weitergehende Umnutzung von Gebäuden ausserhalb der Bauzonen zu ermöglichen, erscheint zum jetzigen Zeitpunkt als Zwängerei. Erst kürzlich ist mit der Revision des Raumplanungsgesetzes (RPG II) eine umfassende Anpassung des Rechtsrahmens in Kraft getreten. Die Kantone sind nun daran, ihre Richtpläne entsprechend zu überarbeiten und darin festzulegen, wie sich bestehende Siedlungen und Streubauten ausserhalb der Bauzonen künftig entwickeln können. Dieser Prozess soll geordnet und gesamthaft erfolgen. Einzelne Gebäude ausserhalb der Bauzone pauschal zu Wohnbauten umzunutzen, würde diesem Ansatz widersprechen und den Grundsatz der Trennung von Bau- und Nichtbaugebiet unterlaufen. Es gilt deshalb, zunächst die Umsetzung des neuen Rechts abzuwarten und den Kantonen den nötigen Planungsspielraum zu belassen.



Werbung

Sunconnect PWG