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Wie verändert die Klimaerhitzung das Raumklima?

  

       

  Do., 21.11.2024

Gehäufte Anfragen zum Thema Schimmel: hat der Klimawandel damit zu tun?

Sie steigen aus der Dusche und wundern sich, dass der Spiegel wieder beschlagen ist. Die Oberfläche des Spiegels ist zu kühl, sodass die mit Feuchtigkeit gesättigte Luft daran kondensieren konnte. Das ist Bauphysik, wie sie eindrücklicher kaum sicht- und erlebbar ist!
Nun – was hat der Klimawandel für negative Auswirkungen für die Gebäude, was hat er mit der Bauphysik zu tun?

Hitzeperioden heizen ungenügend isolierte Gebäude vermehrt auf und verringern damit die Behaglichkeit in Innenräumen wesentlich. Und die immer öfter auftretenden, langandauernden Starkregen setzen exponierten Bauteilen zu, insbesondere an Gebäuden an Hanglagen oder vor allem in Kellergeschossen. Steigende Grundwasserspiegel oder undichte Gebäudehüllen können dann bei ungenügend abgeleitetem Regenwasser Feuchtigkeitsprobleme verursachen. Kondensation tritt auf, wenn warme, feuchte Luft auf kalte Oberflächen wie Wände, Fenster oder eben den Spiegel trifft. Warme Luft kann mehr Wasserdampf aufnehmen als kalte. Bei Kontakt mit kalten, dampfdichten Oberflächen kondensiert der Wasserdampf. Der beschlagene Spiegel erleidet keinen Schaden, denn durch das Lüften ist das Problem behoben. Hingegen können feuchte Mauern über eine längere Zeit im Keller oder hinter dem Schrank im ungenügend isolierten Kinderzimmer Ursache sein für eine unangenehme bis gefährliche Schimmelbildung und gelten eindeutig als bauphysikalische Mängel.

Was können Sie dagegen tun? In erster Linie gilt es, undichte Leckstellen zu finden und diese abzudichten. Und dann ist es wichtig, die Luftfeuchtigkeit in Innenräumen zu reduzieren, möglichst unter 60 %, in unbeheizten Räumen wie Keller unter 50 %. Das geschieht – wenn es nicht regnet – durch gutes und regelmässiges Lüften. Kaufen Sie sich im Warenhaus für jedes Geschoss ein Hygrometer (unter CHF 15.–/Stk.) und kontrollieren Sie diese – wie das tägliche Zähneputzen. Das macht richtig Spass und hilft, rechtzeitig und richtig zu reagieren.

Das beheizte Volumen in Gebäuden sollte möglichst klein sein, das heisst, nicht bewohnte Keller- oder Dachgeschosse dürfen nicht beheizt werden. Das heisst aber auch, dass diese möglichst trocken sein sollten. Wenn das schwer zu bewerkstelligen ist, dann sollten sogenannte dampfdiffusionsoffene Baumaterialien gewählt werden, die Feuchtigkeit auf- und wieder abgeben können, zum Beispiel Kalkputze oder -anstriche und sicher keine Dispersions- oder Kunstharzfarben, die plastifizierte Bestandteile haben und somit ideal sind für das Kondensieren der feuchten Raumluft.

Verbinden Sie das Nützliche mit dem Sinnvollen: isolieren Sie die Kellerdecke oder andere, exponierte Gebäudeteile mit einem rein mineralischen Material, zum Beispiel einer Kalziumsilikat- Platte, genannt Multipor. Sie haben dann weniger Energieverlust, vermeiden eine Kondensation und mögliche Bildung von Schimmelpilzen weitgehend. Ein Lehmputz reguliert Ihnen die Luftfeuchtigkeit auf ± 55 %, ist resistent gegen Pilzbefall, steigert wesentlich das Behaglichkeitsgefühl und ist erst noch wunderschön.

Auch der Spiegel kondensiert nicht mehr, wenn Sie die Badzimmerdecke mit einer Lehmbauplatte mit Lehmabrieb versehen – versprochen! Casafair berät Sie gerne.

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ABS PWG