«Die Katzen aus der Nachbarschaft nutzen unser Pflanzbeet als Klo. Was kann ich dagegen tun?»
Katzen verrichten ihr Geschäft, wo es ihnen passt. Weiche Erde oder Sand lieben sie besonders. Je nach Nachbarschaft müssen Gartenbesitzer mit einer grossen Anzahl Katzen und dementsprechend vielen Häufchen rechnen. Katzenhalter können Sie im Gegensatz zu Hundebesitzern für die Kot-Hinterlassenschaften nicht haftbar machen, da die Katze als Wildtier gilt, und eine Beaufsichtigung von Wildtieren nicht möglich ist.
Zahlreiche Massnahmen
Einen 100-prozentigen Schutz gegen Katzenhäufchen gibt es nicht, Empfehlungen jedoch viele. Je nach Grösse und Nutzung des Gartens sind unterschiedliche Massnahmen sinnvoll : Setzen Sie Pflanzen, welche die Katzen durch ihren Duft vertreiben ( z. B. « Verpiss-dich-Pflanze » ) , legen Sie Stacheln ( z. B. frischen Rosenschnitt ) oder streuen Sie Kaffeesatz und Pfeffer über die Beete. Zudem können Sie Seifenwasser ausleeren oder die Samtpfoten mit Wasserschlauch oder Wasserpistole vertreiben. Weitere Möglichkeiten sind Zahnstocher im Gartenbeet, gespannte Fäden oder Ultraschallgeräte.
Überraschende Lösungsansätze
Aus unserer Sicht ist jedoch ein gutes Mass zwischen Gartennutzung und Anti-Katzen-Massnahmen anzustreben, da der Garten für die Bewohner und Gäste zum Gebrauch einladen sollte. Es können aber auch unkonventionelle Lösungsansätze zum Zug kommen : Betroffene können eine eigene Katze anschaffen, die den Garten verteidigt, oder sie gestalten eine Ecke des Gartens mit Sand oder weicher Erde zum Katzenklo aus.

Michel Wyss
Dossierspezialist «Stockwerkeigentum» des Hausvereins Schweiz, Wyss Liegenschaften, Wabern
www.wyssliegenschaften.ch
Aus «casanostra» 135



