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Tiefere Hypozinsen: Kreditnehmende können Tausende Franken sparen

  

   

  Mo., 09.09.2024

Die Hypothekarzinsen sind Mitte 2024 im Schnitt auf unter zwei Prozent gesunken. Wer jetzt eine neue Hypothek abschliesst, spart im Vergleich zum Vorjahr viel Geld. Casafair zeigt auf, wie sich die Hypo zinsen 2024 weiter entwickeln könnten und welche Hypotheken strategien prüfenswert sind.

Nach einem starken Anstieg im Jahr 2022 sind die Zinsen für Hypotheken Ende 2023 wieder gesunken. Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat im vergangenen Juni den Leitzins auf 1,25 Prozent gesenkt. Dies beeinflusst auch die Hypothekarzinsen, die im Juli 2024 durchschnittlich bei rund 1,9 Prozent lagen, im Vergleich zu 2,6 Prozent im Juli 2023. Ein Beispiel zeigt das Sparpotenzial: Wer im Juli 2024 einen Kredit von 800 000 Franken zu 1,87 Prozent abschliesst, spart gegenüber dem Vorjahreszins von 2,62 Prozent 5840 Franken pro Jahr an Zinskosten.

Zinsprognosen für die nahe Zukunft

Die Zürcher Kantonalbank rechnet mit einem unveränderten Leitzins bis Ende Jahr, vorausgesetzt, der Franken wertet nicht deutlich auf. Die Grossbank UBS erwartet eine weitere Zinssenkung um 0,25 Prozentpunkte «in den nächsten Quartalen». Raiffeisen Schweiz geht davon aus, dass sich die Konditionen für langfristige Festhypotheken «seitwärts bewegen werden».

Geldmarkt-Hypothek attraktiv bei weiterer Zinssenkung

Wer von weiter sinkenden Zinsen ausgeht oder seinen Kredit etwa rasch abzahlen möchte und ein finanzielles Polster hat, kann einen Teil der Kreditsumme in Form einer SARON- beziehungsweise Geldmarkt-Hypothek abschliessen. Der SARON ist ein Schweizer Referenzzinssatz, der sich eng am Leitzins der SNB orientiert. Banken schlagen auf diesen Basiszinssatz eine Marge von 0,8 bis 1,3 Prozent, abhängig von der Zahlungsfähigkeit des Kunden. Diese Marge bleibt während der Rahmenlaufzeit der SARON-Hypothek (drei bis fünf Jahre) unverändert. Sinkt der SNB-Leitzins, profitieren Kreditnehmende von tieferen Zinskosten. Steigen die Zinsen hingegen, werden diese Hypotheken teurer. Wer keine finanziellen Reserven hat, ist mit Festhypotheken mit fixem Zinssatz besser beraten. Derzeit gibt es am Markt fünfjährige Festhypotheken für rund 1,6 Prozent. Florian Schubiger von Hypotheke.ch sagt: «Die mögliche Zinsreduktion durch ein verbessertes Bonitätsrating und gute Verhandlung liegt erfahrungsgemäss schnell bei 0,3 bis 0,6 Prozentpunkten.»

Fazit: Je nach finanzieller Situation und angenommener Zinsentwicklung sollten Kreditnehmende eine passende Kreditstrategie wählen und mehrere Offerten einholen, um bei den Hypothekarzinsen zu sparen. Meistens ist es besser, den Kredit in mehrere Tranchen aufzuteilen, statt alles auf eine Karte beziehungsweise Hypothek zu setzen.

Tipps zur Hypothekenstrategie

  • Hypozins verhandeln: Online Hypo-Richtzinsen vergleichen und mindestens drei individuelle Offerten einholen, um 0,3 bis 0,6 Prozentpunkte zu sparen.
  • Festhypothek: Bietet Budgetsicherheit und Schutz vor steigenden Zinsen.
  • Hypozinsen verfolgen: Banken-Websites, Medien und E-Mail-Zinsalarme nutzen.
  • SARON-Hypothek: Orientiert sich am SNB- Leitzins, flexibel für Rückzahlungen; kann meist in eine Festhypothek umgewandelt werden.
  • Terminhypothek: Aktuellen Zinssatz für zukünftige Abschlüsse sichern; oft bis zu 12 Monate im Voraus möglich.

 

Die Hypothekarzinsen sind Mitte 2024 im Schnitt auf unter zwei Prozent gesunken. Wer jetzt eine neue Hypothek abschliesst, spart im Vergleich zum Vorjahr viel Geld. Casafair zeigt auf, wie sich die Hypo zinsen 2024 weiter entwickeln könnten und welche Hypotheken strategien prüfenswert sind.

Text Bernhard Bircher-Suits, FundCom

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