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Radioaktivität in der Zwischenbodenschlacke?

  Di., 30.04.2024

«Kann es sein, dass in meinem Haus Schlacke in den Zwischenböden verwendet wurde? Ich habe gehört, dass diese Schlacke radioaktiv sein kann. Wieso wurde überhaupt Schlacke als Baumaterial verwendet? Ist das gefährlich?»

Schlacke entstand damals vor allem bei der Herstellung von Stadtgas aus Steinkohle und wurde aufgrund ihrer hohen Dämmwirkung sowie ihrer einfachen Verfügbarkeit verwendet. Sogenannte Zwischenbodenschlacke wurde früher als Dämmstoff in Hohlwände oder Zwischenböden eingefüllt. Somit wurde Zwischenbodenschlacke in vielen Bodenkonstruktionen von Häusern bis etwa im Jahr 1945 verbaut. Es kann jedoch sein, dass die Schlacke radioaktiv ist. Der Urangehalt der verwendeten Kohle bestimmte die Radioaktivität der anfallenden Schlacke.

Ob für die Bewohner des Hauses eine Gefahr besteht, hängt vor allem davon ab, ob der Schlackestaub aufgewirbelt wird und in den Wohnraum gelangen kann. Dies geschieht durch Druckdifferenzen im Gebäude. Entsteht dadurch ein Luftzug, wird möglicherweise belasteter Staub aufgewirbelt und in die Wohnräume verteilt. Der Schlackenstaub kann so in die Atemluft gelangen, wo die gesundheitliche Belastung durch Strahlung ungleich höher ist als bei einer verhältnismässig niedrigen Strahlung im Zwischenboden. Es kommt jedoch auch darauf an, wie stark die Zwischenbodenschlacke strahlt.

In den meisten Fällen ist Zwischenbodenschlacke unbedenklich. Der nachträgliche Einbau einer Lüftung, etwa eines Dampfabzugs, kann jedoch Druckdifferenzen verursachen, was dazu führt, dass vorhandener Schlackestaub aufgewirbelt und verteilt wird. Im Zweifelsfall schafft eine Messung Klarheit. Zum Thema führt die bafob GmbH zusammen mit dem Bundesamt für Gesundheit eine Studie durch. Das Büro interessiert sich für Schlackenproben aus Gebäuden.

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