Casafair sieht die Abstimmung zwischen Schutz des baukulturellen Erbes und qualitativer Innenentwicklung durch die Motion 26.4049 gefährdet. Diese Motion der UREK-S stellt die laufende Revision der Verordnung über das Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz (VISOS) und der Raumplanungsverordnung in Frage. Sie spielt den Schutz des baukulturellen Erbes gegen die qualitative Innenentwicklung aus. Casafair lehnt die Motion entschieden ab.
Casafair fördert die Erhaltung, Pflege und Erneuerung der Bausubstanz und des zugehörigen Umfeldes unter ökologischen, sozialen und denkmalschützerischen Gesichtspunkten und setzt sich für die strikte Trennung von Bau- und Nichtbauzonen ein.
Mit der Motion 26.4049 wird das ISOS ausgehöhlt und der Anwendungsbereich des Natur- und Heimatschutzgesetzes (NHG) drastisch verengt. Casafair stellt sich gegen dieses Anliegen. Innenverdichtung mit Qualität respektiert das baukulturelle und landschaftliche Erbe der Schweiz und ermöglicht gleichzeitig den Ausbau und die Transformation von Wohnraum.
Die bestehenden Zielkonflikte bei der Direktanwendung des ISOS sind bekannt. Casafair begrüsst, dass sie mit der Revision von VISOS und Raumplanungsverordnung behoben werden sollen. Die Vernehmlassung dazu ist am 18. Mai 2026 abgeschlossen worden. Die Motion 26.4049 greift dieser Verbesserung vor, damit gefährdet sie hängige Verfahren und bremst die Erstellung und Transformation von Wohnraum.

