«Wir sind eine kleine Stockwerkeigentümergemeinschaft und suchen eine Verwaltung, welche zu finden jedoch nicht ganz so einfach ist.»
Solche Situationen erleben kleinere Gemeinschaften zuhauf. Die Verwaltung kleinerer Mandate ist aufgrund des hohen, fixen Aufwands und der geringen Entschädigung bei Unternehmen weniger beliebt. Statt sich die Frage zu stellen, ob die Gemeinschaft sich selbst verwaltet oder das Mandat einfach der nächsten Verwaltung erteilen soll, konnte folgender Vorschlag interessant sein.
Die Aufgaben sollen nach wie vor in der Gemeinschaft nach Motivation und Know-how verteilt werden. Die Arbeiten sollten möglichst auf alle Parteien verteilt werden, sodass alle eine Aufgabe erhalten. Die Aufgaben können in einer gewissen Periodizität, z.B. alle zwei Jahre, wechseln.
Einzig bei aufkommenden Traktanden, welche mit gegensätzlichen Interessen, wenig Wissen oder Doppelrollen von Eigentümer*innen zu einem Konflikt fuhren können, ist eine externe, unabhängige Person hinzuziehen. Diese Fachperson soll dann ad hoc zur anstehenden Versammlung einladen, diese leiten sowie das Protokoll verfassen. So kann verhindert werden, dass die zum Teil starken Eigeninteressen zu Allianzen fuhren und so das Klima in den Gemeinschaften belasten. Punktuelle Einsätze von Fachpersonen ermöglichen es der STWE-Gemeinschaft, Geld bei der Verwaltung zu sparen, beziehungsschonend zusammenzuarbeiten und weiterhin eine hohe Identifikation mit der Liegenschaft zu halten, da man selber engagiert bleibt.


