«Viele Wohneigentümerinnen und -eigentümer fragen sich derzeit, welche Auswirkungen die Coronakrise auf Immobilien hat.»
Obwohl Aussagen auf mittlere bis lange Frist ein Blick in die Glaskugel sind, einige Einschätzungen auf Stand des heutigen Wissens:
- Die wichtigsten Kriterien für die Beurteilung von Immobilien sind noch immer Lage und Objektqualität sowie, dass die Finanzierung langfristig tragbar ist.
- Homeoffice wird bleiben – eine Chance für Vermieterinnen und Vermieter.
- Es ist keine Zinswende in Sicht: Es gibt kaum Druck, sich in langfristigen Hypotheken zu binden. Weil die Zinssätze auf allen Laufzeiten aktuell nahe beieinander liegen, ist bei langfristigen Festhypotheken nur mit geringen Aufpreisen zu rechnen.
- Es bleiben viele Fragen offen, vor allem auch was die Wirtschaftsentwicklung angeht. Da ist gut beraten, wer bei der Finanzierung nicht ans Limit geht. So wird sich auch bei unvorhersehbaren Ereignissen (wie Veränderungen im Job) mit der Bank eine Lösung finden.
- Teure Luxuswohnungen könnten unter Preisdruck kommen oder leer stehen, wenn die Löhne und/oder die Zahl der Expats zurückgehen.
Das Gebot der Stunde lässt sich auch auf Immobilienbesitzerinnen und -besitzer übertragen: Vorsichtig bleiben und Investitionen mit gebührendem Abstand betrachten. Es lohnt sich auch, die Expertise Ihrer Bank und deren Bewertungstools zu nutzen, wenn Sie Immobilien kaufen, bauen oder renovieren wollen.


