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Steu­er­ab­züge für Berufs­kos­ten im Homeoffice

Wäh­rend Wochen oder Mona­ten haben viele Men­schen im ver­gan­ge­nen Jahr von zu Hause statt von ihrem Büro aus gear­bei­tet. In die­sen Wochen wer­den über­all in der Schweiz die Steu­er­erklä­run­gen fürs Jahr 2020 ver­sen­det. Da stellt sich die Frage: Hat das Home­of­fice einen Ein­fluss auf die Abzüge von Berufs­kos­ten im 2020? Darf ich das GA abzie­hen, auch wenn ich gar nicht gepen­delt bin? Kann ich für die Nut­zung mei­nes Wohn­zim­mers als Arbeits­zim­mer einen zusätz­li­chen Abzug gel­tend machen?

Um es gleich vor­weg­zu­neh­men: Die Aus­wir­kun­gen der Corona-Krise auf den Berufs­all­tag haben nur einen beding­ten Effekt auf die aktu­elle Steu­er­erklä­rung. Die Kos­ten eines Jah­res­abon­ne­ments für die Fahr­ten zum Arbeits­ort dür­fen voll­um­fäng­lich gel­tend gemacht wer­den, auch wenn das Abo wegen ange­ord­ne­tem Home­of­fice nicht das ganze Jahr genutzt wurde. Zwi­schen März und Dezem­ber kön­nen aus­ser­dem zusätz­li­che Kos­ten dekla­riert wer­den, wenn auf­grund der unsi­che­ren Situa­tion statt des ÖV das Auto für die Fahrt zur Arbeit genutzt wurde. Der maxi­male Abzug für Auto-Fahr­kos­ten bleibt jedoch unver­än­dert (CHF 3’000 Bund / CHF 6’700 Kan­ton und Gemeinde). Allen­falls dekla­rierte höhere Kos­ten wer­den auf diese Maxi­mal­be­träge reduziert.

Die Abzugs­be­din­gun­gen für die Mehr­kos­ten der Aus­wärts­ver­pfle­gung sowie für die übri­gen Berufs­kos­ten blei­ben grund­sätz­lich unver­än­dert. Ein Bei­trag von bis zu CHF 600.- des Arbeit­ge­bers an die Kos­ten des Home­of­fice wird als steu­er­freier Unkos­ten­er­satz akzep­tiert. Und falls nun wäh­rend des Home­of­fice ein Zim­mer in der eige­nen Woh­nung zum Büro wurde und dadurch nicht mehr wie ursprüng­lich geplant genutzt wer­den konnte: Diese Mehr­kos­ten dür­fen eben­falls als Abzug gel­tend gemacht wer­den. Dabei kön­nen die Miet­kos­ten für das «Home­of­fice-Büro» im Ver­hält­nis zu den rest­li­chen Zim­mern ver­teilt errech­net werden.

Der Autor

Rolf Fuh­rer
Bera­ter Casafair Mit­tel­land, eidg. dipl. Steu­er­ex­perte Assento KMU Treu­hand AG

Serie Home­of­fice

Wenn das Zuhause plötz­lich zum Büro wird, bringt das für die betrof­fe­nen Ange­stell­ten und manch­mal auch für die Nach­bar­schaft und die Vermieter*innen viele Her­aus­for­de­run­gen mit sich. In einer klei­nen Rat­ge­ber-Serie beleuch­tet Casafair ver­schie­dene Aspekte und gibt prak­ti­sche Tipps.

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Nir­gends Platz für einen Schreibtisch

Steu­er­ab­züge für Berufs­kos­ten im Homeoffice

Home­of­fice und nir­gends Platz für einen Schreibtisch

Wer in engen Ver­hält­nis­sen lebt oder beim Neu­bau bewusst auf ein zusätz­li­ches Zim­mer ver­zich­tet hat, um Raum und Ener­gie zu spa­ren, kommt mit der aktu­el­len Home­of­fice-Pflicht zwi­schen­durch an die Gren­zen. Anbauen oder aus­bauen? In eine grös­sere Woh­nung zie­hen? Das lässt sich so kurz­fris­tig kaum rea­li­sie­ren und ist aus öko­lo­gi­schen Grün­den wenig sinn­voll. Vor­der­hand ist vor allem Krea­ti­vi­tät gefragt.

Viel­leicht ist der Gedanke trös­tend, dass wir gar nicht weit rei­sen müs­sen, um in Gegen­den zu kom­men, wo kaum jemand den Luxus eines eigens zum Schla­fen reser­vier­ten Zim­mers kennt und ein Aus­zieh­sofa im Wohn­zim­mer Stan­dard ist. In der Schweiz ist das anders. Doch das Schlaf­zim­mer birgt auch bei uns oft noch eini­ges Poten­zial. Ruck­zuck ist zum Bei­spiel für die Kin­der ein Schreib­tisch auf dem Hoch­bett gebaut. Ein schön geschlif­fe­nes Holz­brett aus dem Bau­markt über die Bett­ge­län­der legen, zwei kleine Brett­chen links und rechts im rich­ti­gen Abstand fest­schrau­ben, damit nichts mehr ver­rutscht. Fer­tig! Wenn die Kin­der die Haus­auf­ga­ben auf dem Bett erle­di­gen, wird dadurch viel­leicht für die Eltern etwas Platz am gros­sen Ess­tisch frei.

Möbel­häu­ser bie­ten auch für Erwach­sene kleine Tablett-oder Lap­top­ti­sche an, dank wel­chen man zum Arbei­ten gleich im Bett blei­ben kann. Für alle, die Arbeit und Pri­vat­le­ben doch wenigs­tens möbel­tech­nisch etwas tren­nen mögen, kann ein Sekre­tär hel­fen. Egal ob antik oder modern, diese Möbel bie­ten oft erstaun­lich viel Stau­raum und fin­den auch in klei­nen Ecken Platz. Der eigent­li­che «Schreib­tisch» wird nach der Arbeit wie­der hoch­ge­klappt. Somit ist der Durch­gang zwi­schen Bett und Sekre­tär wie­der frei und alle was mit dem Büro zu tun hat, aus dem Blick. Viele Sekre­täre las­sen sich aus­ser­dem ganz ein­fach in ein pro­vi­so­ri­sches Steh­pult umwan­deln: Sekre­tär schlies­sen, Lap­top ‒ gege­be­nen­falls mit ein paar dicken Büchern unterlegt‒ oben­auf stel­len. Auch Bar­ti­sche, Regale und andere Möbel, allen­falls gesta­pelt, eige­nen sich als impro­vi­sier­tes Steh­pult. Hilf­reich ist, wenn das Möbel am Boden noch etwas Frei­raum für die Füsse bietet.

Bei feh­len­dem fixem Arbeits­platz ist auch ein eine «Büro­box» nütz­lich, die es erlaubt alle Uten­si­lien rasch zum Küchen­tisch zu zügeln und nach dem Arbei­ten wie­der unter dem Bett zu ver­stauen. Wenn die Sonne scheint, kann auch mal eine E‑Mail vom Bal­kon­tisch aus beant­wor­tet oder ein Bericht auf einer Park­bank gele­sen werden.

In jedem Fall gilt: Viele Stun­den in ergo­no­misch schlech­ter Sitz­po­si­tion an einem impro­vi­sier­ten Arbeits­platz zu sit­zen, ist unge­sund. Regel­mäs­sige Pau­sen für Yoga­übun­gen oder einen klei­nen Spa­zier­gang sind zwingend.

Die Autorin

Noemi Hel­fen­stein
Mit­ar­bei­te­rin Casafair Schweiz

Serie Home­of­fice

Wenn das Zuhause plötz­lich zum Büro wird, bringt das für die betrof­fe­nen Ange­stell­ten und manch­mal auch für die Nach­bar­schaft und die Vermieter*innen viele Her­aus­for­de­run­gen mit sich. In einer klei­nen Rat­ge­ber-Serie beleuch­tet Casafair ver­schie­dene Aspekte und gibt prak­ti­sche Tipps.

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Haus­ord­nung und Ruhezeiten

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Home­of­fice, Haus­ord­nung und Ruhezeiten

Die gel­ten­den behörd­li­chen Ruhe­zei­ten sind nicht auf Home­of­fice aus­ge­legt. Eine Haus­ord­nung kann das Fuss­ball­spie­len auf dem Rasen hin­ter dem Haus ver­bie­ten und die Nut­zung des Kel­ler­ab­teils als Werk­raum unter­sa­gen. Wäre eine tem­po­räre Anpas­sung der Haus­ord­nung, um Nach­bar­schafts­kon­flikte auf­grund der Home­of­fice-Pflicht zu ver­mei­den sinnvoll?

Gemäss Art. 10 Abs. 3 der Covid-19-Ver­ord­nung beson­dere Lage (Stand Januar 2021) sind Arbeit­ge­ber ange­hal­ten Home­of­fice zu ermög­li­chen. Stockwerkeigentümer*innen und Mieter*innen haben sich an die Ruhe­zei­ten zu hal­ten, wel­che in der Schweiz gröss­ten­teils von den Gemein­den fest­ge­legt wer­den. In Zürich zum Bei­spiel gilt die Nacht­ruhe von 22.00 Uhr bis 07.00 Uhr und an Werk­ta­gen zwi­schen 12.00 Uhr und 13.00 Uhr. Gear­bei­tet wird aber in der Regel eher von 07.00 bis 12:00 und von 13:00 bis 17:00 Uhr. Also genau dann, wenn eben nicht Ruhe­zeit ist. Der Nach­bar ist also völ­lig im Recht, wenn er am Vor­mit­tag, wäh­rend Sie in Ruhe einen Text ver­fas­sen soll­ten, Kla­vier übt und die Nach­ba­rin darf wäh­rend Ihrer nach­mit­täg­li­chen Tele­fon­kon­fe­renz das neue Ikea-Regal mon­tie­ren, auch wenn dazu gehäm­mert und gebohrt wer­den muss.

Die Haus­ord­nung kann in einem Miets­haus oder einer Stock­werk­ei­gen­tümer­ge­mein­schaft zusätz­li­che Regeln für das gute Zusam­men­le­ben fest­le­gen oder kan­to­nale Vor­ga­ben auf die kon­kre­ten Gege­ben­hei­ten hin anpas­sen. Wäre es also sinn­voll für die Zeit des behörd­lich ver­ord­ne­ten Home­of­fice die die Haus­ord­nung tem­po­rär anzu­pas­sen, um betrof­fe­nen Ange­stell­ten mög­lichst ruhi­ges Arbei­ten zu Hause zu ermög­li­chen?
Die Haus­ord­nung wird von der Stock­werk­ei­gen­tü­mer­schaft in der Regel mit ein­fa­chem Mehr erlas­sen. Die Hürde für eine Anpas­sung ist also ver­hält­nis­mäs­sig gering. Den­noch ist sie nicht ziel­füh­rend. Die Ruhe­zei­ten wer­den über die kom­mu­nale Poli­zei­ver­ord­nung behörd­lich bestimmt. Letzt­end­lich gel­ten in einem Rechts­fall diese behörd­li­chen Ruhe­zei­ten, unab­hän­gig davon, was die Haus­ord­nung besagt. Die behörd­li­chen Regeln gehen der Haus­ord­nung vor. Es gilt damit wei­ter­hin gegen­sei­tige Rück­sicht­nahme und Geduld zeigen.

Der Autor

Luigi Lanzi
Rechts­an­walt MLaw, Legis Rechts­an­wälte AG, Zürich

Serie Home­of­fice

Wenn das Zuhause plötz­lich zum Büro wird, bringt das für die betrof­fe­nen Ange­stell­ten und manch­mal auch für die Nach­bar­schaft und die Vermieter*innen viele Her­aus­for­de­run­gen mit sich. In einer klei­nen Rat­ge­ber-Serie beleuch­tet Casafair ver­schie­dene Aspekte und gibt prak­ti­sche Tipps.

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Eine Her­aus­for­de­rung fürs Zusammenleben

Haus­ord­nung und Ruhezeiten

Nir­gends Platz für einen Schreibtisch

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Alle sind immer zu Hause: Eine Her­aus­for­de­rung fürs Zusammenleben

Arbeit und Ein­kauf erle­di­gen wir von zu Hause aus. Statt im Fit­ness­stu­dio machen wir Kraft- und Dehn­übun­gen vor dem Fern­se­hen. Der Sohn und die Toch­ter sind eben­falls zu Hause und besu­chen Berufs­fach­schule und Uni­ver­si­tät im Fern­un­ter­richt. Alle sind immer zu Hause. Das hat Vor- aber auch viele Nach­teile. Das fried­li­che Zusam­men­le­ben in Fami­lie, wie in der Nach­bar­schaft for­dert unter die­sen Umstän­den sehr viel Toleranz.

Beschränkt auf die eige­nen vier Wände, wird Vie­len von uns ein Ein­stel­lungs­wech­sel abver­langt, mit wel­chem nie­mand gerech­net hat. Einer­seits kehrt durch die Absage vie­ler Ter­mine eine will­kom­mene Ruhe ein. Ande­rer­seits nimmt die Belas­tung in den eige­nen vier Wän­den zu. Viele Men­schen ver­brin­gen gezwun­ge­ner­mas­sen plötz­lich viel mehr Zeit zusam­men in der eige­nen Woh­nung. Leid­tra­gende sind vor allem jene, wel­che in klei­nen und dazu viel­leicht noch schlecht gebau­ten Ein­hei­ten woh­nen. Die ver­schie­de­nen Auf­ga­ben und Akti­vi­tä­ten von im sel­ben Haus leben­den Per­so­nen kön­nen zu gros­sen Ziel­kon­flik­ten, zu Stress und Unstim­mig­kei­ten füh­ren. Im Mehr­fa­mi­li­en­haus sind Kon­flikte vorprogrammiert.

Bei­spiele dafür sind: Die ball­spie­len­den Kin­der und die Bau­ar­bei­ten in der Neben­woh­nung sind wäh­rend des vir­tu­el­len Sit­zungs­ma­ra­thons unglaub­lich stö­rend. Dass der Nach­bar mehr­fach wöchent­lich zu Hause Kund­schaft emp­fängt und die Tee­nies nebenan offen­sich­tich eine kleine Party veranstalten‒ wäh­rend man selbst, um eine Anste­ckung zu ver­mei­den, kaum aus dem Haus geht ‒ nervt. Der Woh­nungs­wech­sel der Nach­ba­rin und all die Besich­ti­gun­gen sind eine ein­zige Zumu­tung. Für die junge Fami­lie im 2. Stock wie­derum ist es schwie­rig den Kin­dern zu ver­mit­teln, dass sie nun plötz­lich nicht nur am frü­hen Mor­gen, son­dern den gan­zen Tag aufs Bob­by­car fah­ren im Kor­ri­dor ver­zich­ten müs­sen. Alle erle­ben momen­tan sol­che und ähn­li­che Situa­tio­nen aus unter­schied­li­cher Per­spek­tive. Dabei fehlt beim gegen­sei­ti­gen Umgang zuneh­mend die Leich­tig­keit und so bah­nen sich unter­schied­lichste Kon­flikte an.

Die momen­ta­nen Ein­schrän­kun­gen machen uns dünn­häu­ti­ger. Umso wich­ti­ger ist es, sich des momen­ta­nen Dich­testress’ und der unbe­frie­dig­ten Bedürf­nisse aller bewusst zu wer­den. Die aktu­elle Aus­nah­me­si­tua­tion ver­langt von allen viel Tole­ranz. Die­ses Bewusst­sein und somit Ver­ständ­nis für die her­aus­for­dernde Situa­tion, in der wir alle unver­schul­det ste­cken, hilft ein­an­der allen Schwie­rig­kei­ten zum Trotz respekt­voll zu begeg­nen. Wich­tig ist auch, die eigene Wahr­neh­mung zu schär­fen und schwie­rige Situa­tio­nen anzu­spre­chen, bevor die Emo­tio­nen hoch­ge­hen. Wenn dabei auch der Situa­tion des Gegen­übers Ver­ständ­nis ent­ge­gen­ge­bracht und auf Vor­würfe ver­zich­tet wird, kann diese viele sich anbah­nende Kon­flikte ent­schär­fen und ermög­licht kon­struk­tive Lösun­gen und Kom­pro­misse zu fin­den. Wich­tig ist das eigene Emp­fin­den mit­zu­tei­len und Pro­bleme aus der eige­nen Sicht­weise ohne Anklage anzusprechen.

Nicht immer gelingt es einen Kon­flikt ohne Unter­stüt­zung zu ver­hin­dern oder zu lösen. Casafair unter­stützt Sie bei Bedarf mit Fach­per­so­nen und ver­mit­telt pro­fes­sio­nelle Mediator*innen.

Der Autor

foto_michel_wyss

Michel Wyss
Bera­ter Casafair Mit­tel­land, Wyss Lie­gen­schaf­ten, Wabern
www.wyssliegenschaften.ch

Serie Home­of­fice

Wenn das Zuhause plötz­lich zum Büro wird, bringt das für die betrof­fe­nen Ange­stell­ten und manch­mal auch für die Nach­bar­schaft und die Vermieter*innen viele Her­aus­for­de­run­gen mit sich. In einer klei­nen Rat­ge­ber-Serie beleuch­tet Casafair ver­schie­dene Aspekte und gibt prak­ti­sche Tipps.

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Was hilft gegen Lärm?

Braucht es einen bes­se­ren Internetanschluss?

Eine Her­aus­for­de­rung fürs Zusammenleben

Haus­ord­nung und Ruhezeiten

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Home­of­fice: Braucht es einen bes­se­ren Internetanschluss?

Alle sind im Home­of­fice. Damit stei­gen die Ansprü­che an Inter­net­leis­tung zu Hause. Der Anschluss ans Glas­fa­ser­netz ist gefrag­ter denn je. Was gehört heute unbe­dingt dazu und wor­auf müs­sen Ver­mie­te­rin­nen und Ver­mie­ter achten?

Im All­tag der Immo­bi­li­en­ver­mie­tung ist eine der klas­si­schen Fra­gen jene nach dem Inter­net­an­bie­ter. Mieter*innen sind immer sen­si­bi­li­sier­ter in Bezug auf die ver­schie­de­nen Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­an­ge­bote. Eine Woh­nung ohne Inter­net­an­schluss ist heute nicht mehr denk­bar. In Zei­ten von Home­of­fice ist eine mög­lichst aktu­elle tech­ni­sche Infra­struk­tur aber auch mehr denn je im Sinne von Ver­mie­te­rin­nen, da dies die Woh­nung am Markt attrak­ti­ver macht.

Ein DSL-Anschluss, also eine «Digi­tal Sub­scri­ber Line», der das gleich­zei­tige Sur­fen und Tele­fo­nie­ren erlaubt, ist heute in der Schweiz der Mini­mal­stan­dard. VDSL oder Very High Speed Digi­tal Sub­scri­ber Line ist eine Wei­ter­ent­wick­lung von DSL. Wie der Name schon sagt, ist die Daten­über­tra­gung mit einem VDSL-Anschluss deut­lich höher. Wenn die Daten­über­tra­gung statt über das Kup­fer­ka­bel der Tele­fon­lei­tung ganz oder teil­weise über eine Glas­fa­ser­netz geschieht, steigt die Geschwin­dig­keit noch ein­mal rasant. Für den gewöhn­li­chen Heim­ge­brauch reicht ein VDSL-Anschluss in der Regel. Das Glas­fa­ser­netz wird aber aktu­ell schweiz­weit sehr schnell aus­ge­baut und mit stei­gen­den Daten­vo­lu­men und zuneh­men­der Digi­ta­li­sie­rung auch stets populärer.

Bevor ein Netz­be­trei­ber wie die Swiss­com ein Haus erschlies­sen darf, braucht es das Ein­ver­ständ­nis durch die Eigentümer*innen. Grund­sätz­lich steht es die­sen frei, die Zustim­mung zu ver­wei­gern. Da die Netz­be­trei­ber sehr inter­es­siert daran sind, Häu­ser und Woh­nun­gen zu erschlies­sen, bie­ten sie den Anschluss meist kos­ten­los an. Bei älte­ren Häu­sern fehlt jedoch oft ein geeig­ne­ter Kabel­ka­nal – dadurch kön­nen für die Vermieter*innen Kos­ten ent­ste­hen. Es lohnt sich des­halb, mit dem Anbie­ter im Vor­aus zu klä­ren, wel­che Kos­ten über­nom­men werden.

Was, wenn eine Mie­te­rin einen Anschluss ans Glas­fa­ser­netz oder eine Erschlies­sung durch einen andern Inter­net­an­bie­ter wünscht, der Eigen­tü­mer aber dage­gen ist? Gemäss Fern­mel­de­ge­setz muss die Zustim­mung erteilt wer­den, wenn die Mie­te­rin bereit ist, anfal­lende Kos­ten zu über­neh­men. Auch der Bun­des­rat hält fest, dass allen Anbie­tern Zugang zur Lie­gen­schaft zu gewäh­ren ist. Mehr­jäh­rige Exklu­siv­ver­träge sind nicht mehr gestattet.

Casafair emp­fiehlt Ver­mie­te­rin­nen und Ver­mie­tern, sich die­ser Ent­wick­lung auch aus eige­nem Inter­esse nicht zu ver­schlies­sen und Hand zu bie­ten, wenn ein Anschluss gewünscht wird. Ein leis­tungs­fä­hi­ger Inter­net­an­schluss wird wohl auch über die Zeit der Corona beding­ten Home­of­fice-Pflicht hin­aus ein Argu­ment auf dem Immo­bi­li­en­markt bleiben.

Die Autorin

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Tanja Moser
Bera­te­rin Casafair Mit­tel­land, eidg. dipl. Immo­bi­li­en­ver­mark­te­rin,
www.casafair.ch/immobilien

Serie Home­of­fice

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Home­of­fice: Was hilft gegen Lärm?

Auch im Home­of­fice soll­ten wir kon­zen­triert und pro­duk­tiv arbei­ten – so die Erwar­tung. Doch da sind die Kin­der, die um den Arbeits­tisch herum ihre Eisen­bahn auf­bauen, im Kor­ri­dor wird Staub gesaugt und nebenan übt das Nach­bars­kind Saxo­phon: Es ist zum Ver­zwei­feln. Was tun?

Nun, das Staub­saugen und das Kin­der­spiel kön­nen am Früh­stücks­tisch bespro­chen und gere­gelt wer­den. Was aber mit dem ner­ven­tö­ten­den Gequiet­sche aus der Neben­woh­nung? Wenn das Gespräch mit der Nach­bars­fa­mi­lie nichts gebracht hat, hilft nur noch, die Schall­iso­la­tion der Woh­nungs­trenn­wand zu verbessern.

Wir unter­schei­den zwi­schen der Raum­akus­tik und dem Kör­per­schall. Eine ange­neh­mere Raum­akus­tik wird erreicht durch das Däm­men des Lärms im Raum selbst, zB. durch Tep­pi­che und dicke Vor­hänge. Um den Kör­per­schall zu däm­men, also den Lärm der durch eine Wand/Decke gelangt, braucht es in ers­ter Linie Masse. Gewicht ist hier der beste Lärmabsorber.

Eine zusätz­li­che Schicht vor ihrer Wand mit einer Stän­der­kon­struk­tion und einer Beplan­kung aus schwe­ren Gips- oder Lehm­bau­plat­ten mit einer Kon­struk­ti­ons­tiefe von 8 – 10 cm ist jedoch mit gros­sem Auf­wand und hohen Kos­ten ver­bun­den. Sie müs­sen mit rund Fr. 250.-/m2 rech­nen, je nach Grösse und Zugäng­lich­keit der Wand oder Decke.

Als erste und ein­fachste Mass­nahme bleibt, bei den bekannt­lich gröss­ten Schwach­stel­len der Lärm­im­mis­sio­nen an Trenn­wän­den, Hand anzu­le­gen: bei den Anschlüs­sen zwi­schen Wand und Boden, Wand und Decke und zwi­schen Wand und Fens­ter­front. Hier bil­den sich immer kleine Risse. Stop­fen Sie auch in die feins­ten Spal­ten und Fugen, mit einem Schrau­ben­zie­her oder Mes­ser, so fest wie mög­lich Iso­lier­ma­te­rial. Damit es etwas hüb­scher aus­sieht, kann die Fuge am Ende mit Sili­kon ver­schlos­sen wer­den. Das kos­tet nicht viel und die Wir­kung ist über­ra­schend gross. Not­falls gilt: Die Kopf­hö­rer statt nur für die Video­kon­fe­ren­zen zwi­schen­durch auch als Lärm­schutz benutzen.

Der Autor

Hannes Heuberger

Han­nes J. Heu­ber­ger
Bera­ter Casafair Mit­tel­land
Bau­Be­ra­tun­gen hjh, Wahlendorf

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Home­of­fice: Kon­zen­trier­ter arbei­ten dank Feng Shui

Wer neu zu Hause arbei­tet, braucht eine gute Pla­nung. Hilf­reich ist es, eine klare Grenze zwi­schen Pri­va­tem und Geschäft­li­chem zu zie­hen. Dies ist räum­lich nicht immer mög­lich. Aber bereits auf einem klei­nen Schreib­tisch kann viel bewirkt werden.

Aus Sicht des Feng Shui ist eine gute Ord­nung einer der wich­tigs­ten Punkte. Wäh­rend der Arbeit kann dies nicht immer ein­ge­hal­ten wer­den. Neh­men Sie sich jedoch Pau­sen, in denen Sie all das weg­räu­men, was Sie gerade nicht benö­ti­gen. Und räu­men Sie am Abend den Schreib­tisch so frei, dass die Situa­tion am nächs­ten Mor­gen nicht belas­tend ist. Ein vol­ler Schreib­tisch wirkt drü­ckend, ein lee­res Pult ver­hilft zu Leich­tig­keit und Weit­sicht. Sor­gen Sie zudem dafür, dass auf Ihrem Pult nichts Pri­va­tes her­um­liegt, damit gedank­lich wenig Durch­mi­schung auftritt.

Falls mög­lich, stel­len Sie Ihr Pult so, dass Sie sowohl die Türe wie auch das Fens­ter im Blick haben. Ist dies nicht mög­lich, so ist es ideal, wenn Sie eine Wand im Rücken haben. Ein Stuhl mit hoher Lehne kann die glei­che Wir­kung haben. Soll­ten Sie Ihre guten Rich­tun­gen ken­nen, set­zen Sie sich so, dass Sie in diese Rich­tung bli­cken. Ver­mei­den Sie den Blick ins Zen­trum der Woh­nung, da die Gedan­ken dann auf die Fami­lie und nicht die Arbeit fokus­siert ist.

Die Autorin

Karin Weissenberger

Karin Weis­sen­ber­ger
Co-Prä­si­den­tin Casafair Sek­tion Zürich, Bera­te­rin Casafair Schweiz, Karin Weis­sen­ber­ger Immobilien

Serie Home­of­fice

Wenn das Zuhause plötz­lich zum Büro wird, bringt das für die betrof­fe­nen Ange­stell­ten und manch­mal auch für die Nach­bar­schaft und die Vermieter*innen viele Her­aus­for­de­run­gen mit sich. In einer klei­nen Rat­ge­ber-Serie beleuch­tet Casafair ver­schie­dene Aspekte und gibt prak­ti­sche Tipps.

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