Steigende Nebenkosten gemeinsam abfedern – Casafair

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Die stark gestie­ge­nen Ener­gie­kos­ten stel­len alle Woh­nen­den in den nächs­ten Mona­ten vor uner­war­tete finan­zi­elle Belas­tun­gen. Die Ver­mie­ter- und Mie­ter­or­ga­ni­sa­tio­nen des Kan­tons Bern haben des­halb gemein­sam Emp­feh­lun­gen zum Umgang mit den gestie­ge­nen Prei­sen erarbeitet.

Um die stei­gen­den Kos­ten für alle erträg­li­cher zu machen, haben der Haus­ei­gen­tü­mer­ver­band des Kan­tons Bern (HEV), der Mie­te­rin­nen- und Mie­ter­ver­band des Kan­tons Bern (MV) sowie Casafair Mit­tel­land Emp­feh­lun­gen erar­bei­tet. Die aktu­el­len Neben­kos­ten­ab­rech­nun­gen zei­gen bereits den Hand­lungs­be­darf. Wer mit Gas heizt, muss erheb­lich höhere Nach­zah­lun­gen leis­ten, als noch vor einem Jahr erwar­tet wurde. Die Preise von Strom und andere Ener­gie­trä­ger zie­hen eben­falls an. Da die Ener­gie­preise kurz- und mit­tel­fris­tig nicht zurück­ge­hen wer­den, dürfte sich die Lage auch im kom­men­den Jahr kaum entspannen.

Zahl­rei­che Ver­mie­ter und Ver­mie­te­rin­nen haben ihre Mie­te­rin­nen und Mie­ter dazu auf­ge­ru­fen, die monat­li­chen Neben­kos­ten­bei­träge frei­wil­lig (idea­ler­weise mit schrift­li­cher Ver­ein­ba­rung) den gestie­ge­nen Prei­sen anzu­pas­sen. So kann ver­mie­den wer­den, dass bei der nächs­ten Abrech­nung erneut hohe oder noch höhere Nach­zah­lun­gen fäl­lig wer­den. Der HEV, der MV und Casafair unter­stüt­zen die­ses Vor­ge­hen. Sie rufen alle Betei­lig­ten auf, sol­che Lösun­gen anzu­stre­ben. Bereits die aktu­el­len Neben­kos­ten­nach­zah­lun­gen wer­den Mie­ter und Mie­te­rin­nen in knap­pen wirt­schaft­li­chen Ver­hält­nis­sen kaum frist­ge­recht bezah­len kön­nen. Das würde grund­sätz­lich eine aus­ser­or­dent­li­che Kün­di­gung wegen Zah­lungs­rück­stands zuläs­sig machen. Der HEV, der MV und Casafair rufen die Ver­mie­te­rin­nen und Ver­mie­ter dazu auf, auf die Kün­di­gungs­an­dro­hung zu ver­zich­ten und mit ihren Mie­ten­den statt­des­sen die raten­weise Beglei­chung des Neben­kos­ten­sal­dos zu ver­ein­ba­ren. Mie­te­rin­nen und Mie­tern wird emp­foh­len, ihre Ver­mie­te­rin oder ihren Ver­mie­ter mög­lichst vor Ablauf der regu­lä­ren Zah­lungs­frist von sich aus auf einen Liqui­di­täts­eng­pass auf­merk­sam zu machen.

Gemein­same Emp­feh­lung Mieter*innenverband Kan­ton Bern, HEV Kan­ton Bern und Casafair Mittelland:

  • Frei­wil­lige Erhö­hung der Akonto Bei­träge (schrift­lich vereinbart)
  • Keine Kün­di­gungs­an­dro­hun­gen bei aus­ste­hen­den Nebenkostennachzahlungen
  • früh­zei­tig Lösun­gen suchen, z.B. Abzahlungsvereinbarung
  • Spar­mass­nah­men von Bund und Kan­ton umsetzen

Die drei Ver­bände unter­stüt­zen die Spara­pelle von Bund und Kan­ton. Mit einem haus­häl­te­ri­schen Umgang kön­nen Mie­te­rin­nen und Mie­ter bis zu einem gewis­sen Grad ihren Ver­brauch sen­ken und Kos­ten spa­ren. Gleich­zei­tig kön­nen die Haus­ei­gen­tü­me­rin­nen und Haus­ei­gen­tü­mer dafür sor­gen, dass die Hei­zun­gen und Boi­ler so ein­ge­stellt sind, dass keine Ener­gie ver­schwen­det wird. Die drei Ver­bände unter­stüt­zen die Bemü­hun­gen in diese Richtung.



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