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Schot­ter­gär­ten schaf­fen Hitzeinseln

Auf Vor­plät­zen von Pri­vat­häu­sern oder in Zwi­schen­räu­men und Abstands­flä­chen bei Gewer­be­bau­ten sieht man sie häu­fig: Stein­gär­ten, in denen Pflan­zen nicht oder nur spär­lich vor­kom­men. Statt­des­sen liegt da Schot­ter, Bruch­stein mit schar­fen Kan­ten und ohne Run­dun­gen. In meh­re­ren Städ­ten im Mit­tel­land wer­den diese jetzt ver­bo­ten, mit gutem Grund.

Schot­ter­gär­ten sind weder pfle­ge­leicht noch güns­tig. Oft­mals wird aus «gar­ten­tech­ni­schen» Grün­den unter sol­che Flä­chen eine Folie ver­legt, damit mög­lichst wenig Unkraut wächst. Da in unse­ren kli­ma­ti­schen Ver­hält­nis­sen gleich­wohl nach kur­zer Zeit wie­der Wild­kräu­ter kei­men, wird die­sen gleich mit stark toxi­schen Che­mi­ka­lien zu Leibe gerückt. 

Mikro­klima und Arten­viel­falt lei­den dar­un­ter. Bei Son­nen­schein erwär­men sich die Flä­chen stark und bil­den eigent­li­che Hit­ze­in­seln, was auch die Tem­pe­ra­tur­ver­hält­nisse in der Nach­bar­schaft nega­tiv beein­flusst. Schot­ter­gär­ten füh­ren zu Boden­ver­sie­ge­lung, zu zusätz­li­chem Abwas­ser, zum Ver­lust der Boden­frucht­bar­keit und ver­min­dern die Bio­di­ver­si­tät im Sied­lungs­raum. Gär­ten und Rest­flä­chen mit Schot­ter­gär­ten zu «gestal­ten», unter­läuft zudem den raum­pla­ne­ri­schen Auf­trag einer hoch­wer­ti­gen Sied­lungs­ent­wick­lung nach innen.

Der Autor

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Phil­ippe Jean­Ri­chard
Jean­Ri­chard Archi­tek­tur, Casafair-Berater



Bildquelle

  • Modern Front Gar­den With Deco­ra­tive Gravel: U. J. Alexander/istock
  • Jean­ri­chard Philippe: zvg/mad

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