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Der Som­mer ist da. Und wie es die Natur so will: Die Bäume wer­fen Schat­ten, und die Kin­der lär­men fröh­lich draus­sen. Was tun, wenns dem Nach­barn nicht gefällt? – Man staunt immer wie­der, wor­über Schwei­zer Musse haben zu streiten.

Strei­tende I: Zwei Apfelbäume

Im Bezirk Baden AG hat­ten sich zwei Nach­barn wegen zweier Apfel­bäume gestrit­ten. Die Bäume näh­men Son­nen­licht weg, klagte der eine. Diese stan­den zwei­ein­halb Meter von der Grund­stücks­grenze ent­fernt. Der Nach­bar ver­langte, dass sie gefällt wür­den, da gemäss dem kan­to­na­len Ein­füh­rungs­ge­setz zum Zivil­ge­setz­buch die erfor­der­li­chen drei Meter nicht ein­ge­hal­ten seien. Er ging vor Gericht. Das Bezirks­ge­richt Baden gab ihm nicht Recht. Ste­hen Apfel­bäume unmit­tel­bar neben einem Nach­bar­grund­stück, so beschied es, dann müs­sen sie nicht gefällt wer­den. Bedin­gung sei aber, dass sie stän­dig unter drei Metern Höhe gehal­ten sein müss­ten. Dann gäl­ten sie näm­lich als Zwerg­bäume. Der Nach­bar zog die Klage wei­ter. Aber auch das Ober­ge­richt Aar­gau ent­schied gegen ihn. Wor­auf der Unter­le­gene ans Bun­des­ge­richt gelangte. Die­ses stützte den Ent­scheid der Aar­gauer Jus­tiz und machte klar, dass bei Zwerg­bäu­men nur ein Meter Grenz­ab­stand erfor­der­lich sei.

Der Autor

Stefan Hartmann

Ste­fan Hart­mann
Jour­na­list BR

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