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«Wir möch­ten auf unse­rer bestehen­den Miet­lie­gen­schaft eine Pho­to­vol­taik-Anlage rea­li­sie­ren. Was ändert sich für die Mietenden?»

Der Solar­strom vom Dach ist güns­ti­ger als der Strom aus dem Netz. Mit dem Bau einer PV-Anlage wer­den Sie als Betrei­be­rIn auto­ma­tisch zum/zur Strom­pro­du­zen­tIn. Sie dür­fen den Mie­te­rIn­nen den Solar­strom ver­kau­fen. Dazu muss ein Zusam­men­schluss zum Eigen­ver­brauch (ZEV) gegrün­det wer­den. Die Ände­run­gen wer­den übli­cher­weise in einem Zusatz zum Miet­ver­trag und einem Rah­men­ver­trag vom Elek­tri­zi­täts­werk for­ma­li­siert. Die Inves­ti­tion wird über die Lauf­zeit von 25 Jah­ren abge­schrie­ben und durch den Solar­strom­ta­rif amortisiert.

Was ändert sich für die Mieterschaft?

  • Mie­tende wer­den mit der Teil­nahme am ZEV zum Solar­strom­be­zug ver­pflich­tet. Die Zuge­hö­rig­keit zum ZEV kann jedoch auch ver­wei­gert wer­den. Der Strom vom Dach darf nicht mehr als Strom aus dem Netz kos­ten. Die Revi­sion der Ener­gie­ver­ord­nung (EnV) sieht zudem eine auf­ge­teilte Ein­spa­rung vor: Neu darf die Hälfte der Preis­dif­fe­renz zwi­schen dem mitt­le­ren Strom­pro­dukt und dem eige­nen Solar­strom ver­rech­net werden.
  • Die Strom­rech­nung kommt nicht mehr vom Elek­tri­zi­täts­werk, son­dern von der ZEV-Ver­wal­tung. Dabei kom­men zwei Vari­an­ten in Frage: a) Die Lie­gen­schafts­ver­wal­tung ver­rech­net den Strom via Neben­kos­ten oder b) ein exter­ner Dienst­leis­ter for­dert direkt ein. Die Auf­wände für die Ver­wal­tung sind im Strom­preis inte­griert. Bei den meis­ten Lösun­gen ist die Abrech­nung viel trans­pa­ren­ter als bis­her und oft wird eine Visua­li­sie­rung der Strom­flüsse via App angeboten.
  • Gemein­sam kann nur noch ein Pro­dukt aus dem Netz bezo­gen wer­den, da gegen­über dem Ver­teil­netz­be­trei­ber nur noch ein Anschluss vor­han­den ist. Grund­sätz­lich muss die Mit­be­stim­mung bei all­fäl­li­gen Ände­run­gen des exter­nen Strom­pro­dukts gewähr­leis­tet sein.

Fazit: Die Mie­te­rIn­nen zah­len weni­ger für qua­li­ta­tiv höhe­ren Strom. Das ist eine Win-Win-Situa­tion für beide Sei­ten und zudem freut es die Umwelt!

Der Autor

Amadeus Wittwer
Ama­deus Wittwer
Geschäfts­lei­ter Ener­gie Genos­sen­schaft Schweiz

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