Schliessen

Casafair Logo

Platzt die Immobilienblase?

   

  Do., 05.09.2019

«Ab und an sprechen Fachleute in den Medien von einer Immobilienblase, welche zu platzen drohe. Da wir im Moment den Kauf von Wohneigentum erwägen, sind das beunruhigende Aussichten. Wie beurteilen Sie die Gefahr einer solchen Immobilienblase hierzulande?»

Es ist durchaus möglich, dass in der Schweiz eine Immobilienblase besteht. Zwar sinken die Immobilienpreise wieder, was etwas Entspannung bringt. Ob damit aber die Gefahr gebannt ist, lässt sich nicht sicher sagen.

Der Immobilienmarkt neigt immer wieder zu Blasen. Sie entstehen, wenn die Immobilienpreise stark ansteigen und sich von der Entwicklung der Wirtschaft, der Einkommen und Mieten entkoppeln.

Oft geschieht dies, wenn die Wirtschaft boomt und die Zinsen tief, Immobilien deswegen sehr gefragt sind. Steigen die Zinsen wieder an und läuft die Wirtschaft wieder schlechter, können Blasen platzen. Soweit kam es in den letzten 40 Jahren weltweit dreimal: Die Immobilienpreise sanken durchschnittlich um 30 bis 40 %.

In einer solchen Situation sind viele Immobilien plötzlich überbelehnt. Denn Banken finanzieren höchstens 80 % des Werts eines Kaufobjekts. Sinken die Immobilienpreise, kann es sein, dass der Anteil der Bank mehr als 100 % ausmacht. Fordert der Regulator, dass die Banken die Werte der Immobilien nach unten korrigieren, müssen die Eigenheimbesitzenden der Bank so viel Geld zurückzahlen, bis der Anteil wieder 80 % beträgt. Das kann im Privatkonkurs enden. Wird diese Wertberichtigung aber nicht verlangt und ist die Tragbarkeit gegeben, kann eine Bank mit diesem Schritt zuwarten.

Beim Hauskauf ist es daher wichtig, sich punkto Bewertung der Kaufobjekte, Belehnung und Amortisationen und insbesondere punkto finanzieller Tragbarkeit immer an die Vorgaben der Bank zu halten. Diese ergeben zusammen bereits eine beachtliche Sicherheitsmarge. Zudem ist man gut beraten, die Belehnung so weit wie möglich zu senken.

Werbung