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Auch im Home­of­fice soll­ten wir kon­zen­triert und pro­duk­tiv arbei­ten – so die Erwar­tung. Doch da sind die Kin­der, die um den Arbeits­tisch herum ihre Eisen­bahn auf­bauen, im Kor­ri­dor wird Staub gesaugt und nebenan übt das Nach­bars­kind Saxo­phon: Es ist zum Ver­zwei­feln. Was tun?

Nun, das Staub­saugen und das Kin­der­spiel kön­nen am Früh­stücks­tisch bespro­chen und gere­gelt wer­den. Was aber mit dem ner­ven­tö­ten­den Gequiet­sche aus der Neben­woh­nung? Wenn das Gespräch mit der Nach­bars­fa­mi­lie nichts gebracht hat, hilft nur noch, die Schall­iso­la­tion der Woh­nungs­trenn­wand zu verbessern.

Wir unter­schei­den zwi­schen der Raum­akus­tik und dem Kör­per­schall. Eine ange­neh­mere Raum­akus­tik wird erreicht durch das Däm­men des Lärms im Raum selbst, zB. durch Tep­pi­che und dicke Vor­hänge. Um den Kör­per­schall zu däm­men, also den Lärm der durch eine Wand/Decke gelangt, braucht es in ers­ter Linie Masse. Gewicht ist hier der beste Lärmabsorber.

Eine zusätz­li­che Schicht vor ihrer Wand mit einer Stän­der­kon­struk­tion und einer Beplan­kung aus schwe­ren Gips- oder Lehm­bau­plat­ten mit einer Kon­struk­ti­ons­tiefe von 8 – 10 cm ist jedoch mit gros­sem Auf­wand und hohen Kos­ten ver­bun­den. Sie müs­sen mit rund Fr. 250.-/m2 rech­nen, je nach Grösse und Zugäng­lich­keit der Wand oder Decke.

Als erste und ein­fachste Mass­nahme bleibt, bei den bekannt­lich gröss­ten Schwach­stel­len der Lärm­im­mis­sio­nen an Trenn­wän­den, Hand anzu­le­gen: bei den Anschlüs­sen zwi­schen Wand und Boden, Wand und Decke und zwi­schen Wand und Fens­ter­front. Hier bil­den sich immer kleine Risse. Stop­fen Sie auch in die feins­ten Spal­ten und Fugen, mit einem Schrau­ben­zie­her oder Mes­ser, so fest wie mög­lich Iso­lier­ma­te­rial. Damit es etwas hüb­scher aus­sieht, kann die Fuge am Ende mit Sili­kon ver­schlos­sen wer­den. Das kos­tet nicht viel und die Wir­kung ist über­ra­schend gross. Not­falls gilt: Die Kopf­hö­rer statt nur für die Video­kon­fe­ren­zen zwi­schen­durch auch als Lärm­schutz benutzen.

Der Autor

Hannes Heuberger

Han­nes J. Heu­ber­ger
Bera­ter Casafair Mit­tel­land
Bau­Be­ra­tun­gen hjh, Wahlendorf

Serie Home­of­fice

Wenn das Zuhause plötz­lich zum Büro wird, bringt das für die betrof­fe­nen Ange­stell­ten und manch­mal auch für die Nach­bar­schaft und die Vermieter*innen viele Her­aus­for­de­run­gen mit sich. In einer klei­nen Rat­ge­ber-Serie beleuch­tet Casafair ver­schie­dene Aspekte und gibt prak­ti­sche Tipps.

Kon­zen­trie­ter arbei­ten dank Feng Shui

Was hilft gegen Lärm?

Braucht es einen bes­se­ren Internetanschluss?

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Haus­ord­nung und Ruhezeiten

Nir­gends Platz für einen Schreibtisch

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