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Alle sind im Home­of­fice. Damit stei­gen die Ansprü­che an Inter­net­leis­tung zu Hause. Der Anschluss ans Glas­fa­ser­netz ist gefrag­ter denn je. Was gehört heute unbe­dingt dazu und wor­auf müs­sen Ver­mie­te­rin­nen und Ver­mie­ter achten?

Im All­tag der Immo­bi­li­en­ver­mie­tung ist eine der klas­si­schen Fra­gen jene nach dem Inter­net­an­bie­ter. Mieter*innen sind immer sen­si­bi­li­sier­ter in Bezug auf die ver­schie­de­nen Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­an­ge­bote. Eine Woh­nung ohne Inter­net­an­schluss ist heute nicht mehr denk­bar. In Zei­ten von Home­of­fice ist eine mög­lichst aktu­elle tech­ni­sche Infra­struk­tur aber auch mehr denn je im Sinne von Ver­mie­te­rin­nen, da dies die Woh­nung am Markt attrak­ti­ver macht.

Ein DSL-Anschluss, also eine «Digi­tal Sub­scri­ber Line», der das gleich­zei­tige Sur­fen und Tele­fo­nie­ren erlaubt, ist heute in der Schweiz der Mini­mal­stan­dard. VDSL oder Very High Speed Digi­tal Sub­scri­ber Line ist eine Wei­ter­ent­wick­lung von DSL. Wie der Name schon sagt, ist die Daten­über­tra­gung mit einem VDSL-Anschluss deut­lich höher. Wenn die Daten­über­tra­gung statt über das Kup­fer­ka­bel der Tele­fon­lei­tung ganz oder teil­weise über eine Glas­fa­ser­netz geschieht, steigt die Geschwin­dig­keit noch ein­mal rasant. Für den gewöhn­li­chen Heim­ge­brauch reicht ein VDSL-Anschluss in der Regel. Das Glas­fa­ser­netz wird aber aktu­ell schweiz­weit sehr schnell aus­ge­baut und mit stei­gen­den Daten­vo­lu­men und zuneh­men­der Digi­ta­li­sie­rung auch stets populärer.

Bevor ein Netz­be­trei­ber wie die Swiss­com ein Haus erschlies­sen darf, braucht es das Ein­ver­ständ­nis durch die Eigentümer*innen. Grund­sätz­lich steht es die­sen frei, die Zustim­mung zu ver­wei­gern. Da die Netz­be­trei­ber sehr inter­es­siert daran sind, Häu­ser und Woh­nun­gen zu erschlies­sen, bie­ten sie den Anschluss meist kos­ten­los an. Bei älte­ren Häu­sern fehlt jedoch oft ein geeig­ne­ter Kabel­ka­nal – dadurch kön­nen für die Vermieter*innen Kos­ten ent­ste­hen. Es lohnt sich des­halb, mit dem Anbie­ter im Vor­aus zu klä­ren, wel­che Kos­ten über­nom­men werden.

Was, wenn eine Mie­te­rin einen Anschluss ans Glas­fa­ser­netz oder eine Erschlies­sung durch einen andern Inter­net­an­bie­ter wünscht, der Eigen­tü­mer aber dage­gen ist? Gemäss Fern­mel­de­ge­setz muss die Zustim­mung erteilt wer­den, wenn die Mie­te­rin bereit ist, anfal­lende Kos­ten zu über­neh­men. Auch der Bun­des­rat hält fest, dass allen Anbie­tern Zugang zur Lie­gen­schaft zu gewäh­ren ist. Mehr­jäh­rige Exklu­siv­ver­träge sind nicht mehr gestattet.

Casafair emp­fiehlt Ver­mie­te­rin­nen und Ver­mie­tern, sich die­ser Ent­wick­lung auch aus eige­nem Inter­esse nicht zu ver­schlies­sen und Hand zu bie­ten, wenn ein Anschluss gewünscht wird. Ein leis­tungs­fä­hi­ger Inter­net­an­schluss wird wohl auch über die Zeit der Corona beding­ten Home­of­fice-Pflicht hin­aus ein Argu­ment auf dem Immo­bi­li­en­markt bleiben.

Die Autorin

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Tanja Moser
Bera­te­rin Casafair Mit­tel­land, eidg. dipl. Immo­bi­li­en­ver­mark­te­rin,
www.casafair.ch/immobilien

Serie Home­of­fice

Wenn das Zuhause plötz­lich zum Büro wird, bringt das für die betrof­fe­nen Ange­stell­ten und manch­mal auch für die Nach­bar­schaft und die Vermieter*innen viele Her­aus­for­de­run­gen mit sich. In einer klei­nen Rat­ge­ber-Serie beleuch­tet Casafair ver­schie­dene Aspekte und gibt prak­ti­sche Tipps.

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