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Holzpellets – die Energie vor der Haustüre

         

  Mi., 01.01.2014

Holz, der einheimische Rohstoff, feiert seit Längerem ein Comeback. Holz wächst vor der Türe und hat daher kurze Lieferwege. Holz ist ein valabler Ersatz zu Erdöl oder Gas. Zu Pellets verarbeitet, kann der Brennstoff Holz dank automatischer Brenner komfortabel eingesetzt werden.

Holzpellets sind genormte zylindrische Presslinge aus getrocknetem Restholz-Sägemehl, Hobelspänen und neu auch aus gemahlenem Waldrestholz. Sie sind 6 mm dick und zwischen 2 und 5 cm lang. Beim Pressvorgang wird das Holzmehl des Waldrestholzes vorgängig mit Dampf behandelt und mittels Pressrollen mit hohem Druck durch eine Lochmatrize gepresst. Nach dem Pressvorgang werden die Frischholzpellets abgekühlt. Wobei die Abwärme wieder für die Trocknung des Frischholzes genutzt wird. Holzpellets enthalten weder Leime noch Lacke.

Gebäudehülle zuerst sanieren

Beim Umrüsten eines Heizsystems auf Holzpellets ist zu bedenken, dass der Brennstoff Holz auch bezahlt werden muss – und bei steigender Nachfrage auch nicht billiger wird. Daher sollte als Erstes der energetische Zustand des Gebäudes von einem versierten Energieberater oder Energiecoach eruiert werden. Die Devise lautet in der Regel: zuerst die Gebäudehülle mit Fenstern und Dach sanieren. Dann erst kann der genaue Heizenergie- und Warmwasserbedarf des Hauses errechnet und entsprechend die optimale Grösse des Pelletsofens bestimmt werden. In den meisten Fällen muss der Kamin ebenfalls saniert werden. In der Regel reicht dafür ein Chromstahlrohr-Einsatz. Bei Ersatz einer Ölheizung gehört die Ausserbetriebnahme des Heizöltanks ebenso zu den zu planenden Arbeiten wie die Dämmung der neu installierten Rohre und Leitungen.

Hausbesitzer erhalten vom Staat und von vielen Kantonen respektable Fördergelder für diese Gebäudehüllensanierung. Diese sollten unbedingt genutzt werden, es lohnt sich; nähere Infos unter: www.gebaeudeprogramm.ch. Auch Gemeindeverwaltungen können Auskunft geben. Wo für Gebäude unter Denkmal-Ortsbildschutz keine Aussendämmung möglich ist, bietet eine Pelletsheizung die beste Alternative, da diese in solchen Bauten die erforderlichen Wassertemperaturen mühelos erreichen.

Bei sehr gut sanierten Gebäuden ist die Investition in eine Pelletsheizung wenig wirtschaftlich, da solche Häuser bis auf ein paar Tage pro Jahr praktisch ohne ein aktives Heizsystem auskommen. Daher wären hier Alternativen wie zum Beispiel Solarenergie zu prüfen.

Vom Einzelzimmer bis zu Mehrfamilienhäusern

Pelletsheizungen gibt es sowohl für die vollautomatische Wohnzimmeranlage von 1,5 kW Leistung bis zur Anlage mit über 100 kW Leistung für mehrere Mehrfamilienhäuser. Bei neuen Wohnzimmeranlagen muss zwingend eine Zufuhr von Aussenluft eingebaut werden, da der Sauerstoffgehalt der Raumluft zu tief absinken könnte. Zimmeröfen können mit dem zentralen Warmwasserspeicher im Haus gekoppelt werden und zur Erwärmung des Brauchwassers beitragen.

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