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Garten-Idylle auf dem Holzweg

       

  Di., 15.12.2020

«Regelmässig erreichen uns Anfragen von Hausbesitzenden, die um Rat fragen, was mit alten, stinkenden Eisenbahnschwellen zu tun sei, die zum Beispiel in Gartenstützmauern verbaut sind.»

In solchen Fällen haben wir leider keine gute Nachricht: Die Stützmauer ist vermutlich vergiftet. Das Bundesamt für Umwelt BAFU sagt zu Holz, das mit teerölhaltigen Holzschutzmitteln behandelt wurde (wie alte Bahnschwellen): Die im Teeröl enthaltenen Stoffe sind schwer abbaubar und giftig für Lebewesen.

Einzelne in Teerölen enthaltene Bestandteile sind zudem karzinogen. Die Abgabe und Verwendung von teerölhaltigem Holz ist – ausser für Bahnschwellen – verboten, vor allem wenn sie für Verbauungen mit Wasserkontakt in privaten Gärten vorgesehen sind. Der Giftstoff kann über Jahrzehnte nachgewiesen werden. Es besteht jedoch zurzeit keine Sanierungspflicht für mit teerölhaltigen Holzschutzmitteln behandeltes Holz, das vor 2012 verbaut wurde. Selbstverständlich ist auch der Boden durch die Auswaschungen verseucht. Dieses Problem kann nur durch das radikale Entfernen (sichere Entsorgung, Sonderabfall) der Schwellen und des kontaminierten Bodens definitiv behoben werden. Das ist eine kostspielige Angelegenheit. Ich empfehle allen Ratsuchenden, dieses Problem rasch anzugehen – sich und vor allem den Kindern zuliebe, die im Garten gefahrlos spielen möchten. Wir unterstützen sie gerne dabei.

Hannes Heuberger

Hannes J. Heuberger
Berater Casafair Mittelland
BauBeratungen hjh, Wahlendorf

Aus «casanostra» 158

casanostra 158 - Dezember 2020

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