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Bat bent common Miniopterus schreibersii, flying in a cave, with black background

Fledermäuse im Dach

   

  Do., 10.11.2016

«Seit kurzen haben sich Fledermäuse in unserem Zwischendach eingenistet. Wie gehe ich mit den neuen Hausbewohnern um?»

Fledermäuse sind wählerisch, was ihr Zuhause betrifft. Es ist etwas Besonderes, wenn Fledermäuse Ihr Haus als Unterschlupf wählen! Die sympathischen Zaungäste ernähren sich von nachtaktiven Insekten mit dem positiven Nebeneffekt, dass es weniger Ungeziefer ums Haus hat.

Schweizweit sind 30 Fledermausarten bekannt, die allesamt geschützt sind. In den warmen Monaten beziehen einige Fledermausarten ihr Schlafrefugium tagsüber an oder in Gebäuden. Den kleinsten Arten genügt bereits ein kleiner Spalt von anderthalb Zentimetern als Schlupfloch, um sich hinter der Fassadenverschalung, im Storenkasten oder im Zwischendach einzuquartieren. Die meisten Fledermäuse bleiben ihrem sommerlichen Unterschlupf treu und kommen im nächsten Jahr wieder. Bei einem Umbau oder einer Sanierung ist es darum wichtig, dass ihnen die sommerliche Unterkunft erhalten bleibt. Fledermäuse halten in der kalten Jahreszeit Winterschlaf in Höhlen, Felsspalten oder Brücken; dann sind sie nur sehr selten in Häusern anzutreffen.

Störender Kot

Fledermäuse sind im grossen Ganzen dezente Gäste, die weder die Bausubstanz beschädigen noch Nestmaterial eintragen. Nebst leisen Zirpgeräuschen fällt die Fledermaus dadurch auf, dass im Umfeld der Ein- und Ausfluglöcher ihr Kot zu finden ist. Das kann durchaus störend sein, gerade wenn sich die Anflugschneise direkt über einem Balkontisch oder Sitzplatz befindet. Hier kann eine Plane oder ein Kotbrett Abhilfe schaffen. Im nächsten Sommer können Sie versuchen, den Flugkünstlern eine Wohnalternative in Form eines Fledermauskastens anzubieten.

Hilfe im Ernstfall

Es kommt gelegentlich vor, dass Fledermäuse sich einen ungünstigen Wohnplatz suchen und sich beispielsweise durch einen Spalt bis hinter die Holzverschalung im Wohnraum vorarbeiten, wo sie die Menschen im Haus durch einen unangenehmen Geruch und ihre Geräusche stören. In dieser Situation holt man sich am besten Hilfe bei einer Fachperson. Auf www.fledermausschutz.ch finden Sie viele Informationen und den Kontakt zu einer Fledermaus-Schutzbeauftragten in Ihrem Kanton. Vielerorts sind Beratungen durch Kanton und Bund subventioniert und kostenlos.

Tanja Moser

Tanja Moser
Beraterin Hausverein Mittelland, eidg. dipl. Immobilienvermarkterin,
casafair.ch/beratung

Aus «casanostra» 138

casanostra 138 - November 2016

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