Seit einigen Jahren feiert der älteste Brennstoff überhaupt ein regelrechtes Revival: Der Rohstoff Holz liefert – als industriell gefertigte Pellets – erneuerbare Energie und Wärme.
Seit zwei Millionen Jahren nutzen unsere Ahnen das Feuer zum Kochen und zum Heizen. Das Feuer war kostbar, denn niemand wusste, wann und wo der nächste Blitz einschlug. Damit das Feuer nicht ausging, besorgte sich der Homo Erectus Holz. Zweifelsfrei war es einheimischer Brennstoff, welchen er in seiner Umgebung sammelte.
Jahrtausende später verdrängten Kohle und Erdöl den Brennstoff Holz zu grossen Teilen – aber zu einem hohen Preis: die fossilen Energieträger sind CO²-Schleudern und sie müssen, mindestens hierzulande, über weite Distanzen hergeholt werden. Indes: Die bequeme Handhabung anstelle des anstrengenden Holzhackens galt lange Zeit als entscheidender Fortschritt.
Holzpellets aus der Region als Lösung
Dieser Vorteil wird durch die heutige Form des Energieträgers Holz längst ausgeglichen. Holz wird unterdessen als industriell gefertigte Pellets geliefert. 2 kg ersetzen etwa einen Liter Heizöl. Ausserdem sind Pellets ein einheimischer Brennstoff. Das sorgt für kürzere Transportwege. Pellets werden aus Holzresten (Sägemehl oder Hobelspäne) hergestellt, was den Rohstoffverbrauch senkt und erst noch ein Entsorgungsproblem löst. Und: Pellets sind CO²-neutral und erneuerbar: In unseren Wäldern wächst pro Jahr doppelt so viel Holz nach wie genutzt wird.
Auch die Handhabung hat nichts mit der umständlichen Verfeuerung von Holzscheiten von einst zu tun: Einmal eingelagert wird der Brennstoff ohne manuellen Eingriff dem Heizkessel zugeführt.
Günstiger Energieträger
Holzpellets sind im Vergleich zu Heizöl durchaus konkurrenzfähig: in den letzten Jahren hat sich der Preis je Kilowattstunde für beide Energieträger bei rund sieben Rappen eingependelt. Die Kantone fördern den Umstieg und bezahlen zum Teil Beiträge für die Neu- oder Ersatzinstallation von Pelletsheizungen.



