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Die Schlich­tungs­be­hörde – eine wert­volle Insti­tu­tion

Stock­werk­ei­gen­tum, Ver­mie­tung

Finan­zen, Media­tion, Ver­mie­tung

Do, 19.06.2014

Die Schlich­tungs­be­hörde ist eine wert­volle Instanz. Sie ermög­licht es, Streit­fälle aus­ser­ge­richt­lich und ohne Ver­fah­rens­kos­ten zu lösen. Seit der Ein­füh­rung der neuen Zivil­pro­zess­ord­nung im Jahr 2011 gibt es in der gan­zen Schweiz die Mög­lich­keit, an eine Schlich­tungs­be­hörde zu gelan­gen. Die­ses Ange­bot wird von Mie­tern und Eigen­tü­mern rege genutzt. Die aus­ser­ge­richt­li­che Schlich­tung ist eine wert­volle und wich­tige Errun­gen­schaft. Sie ent­las­tet die Gerichte und ermög­licht sozial schlech­ter gestell­ten Streit­par­teien, ihre Anlie­gen auch ohne grosse Rechts­kennt­nisse zur Über­prü­fung ein­zu­ge­ben.

Neu­trale Instanz

Hat bei einem Streit­fall eine der Par­teien die Mög­lich­keit ergrif­fen und einen ent­spre­chen­den Antrag bei der Schlich­tungs­be­hörde gestellt, so hat die Gegen­par­tei 30 Tage Zeit, ihre Posi­tion zu erklä­ren und diese mit den dazu­ge­hö­ren­den Fak­ten zu unter­le­gen. Anschlies­send teilt die Behörde den Par­teien den Schlich­tungs­ter­min mit, an dem die schrift­li­chen Anlie­gen münd­lich vor­ge­tra­gen und Fra­gen beant­wor­tet wer­den kön­nen. Das Gre­mium, wel­ches die Fälle beur­teilt, besteht zu glei­chen Tei­len aus Mie­ter- und Eigen­tü­mer­ver­tre­tern und ist somit eine neu­trale Instanz. Ein Gang vor die Schlich­tungs­be­hörde lohnt sich trotz­dem nicht immer: Geht es um klei­nere Beträge oder Anlie­gen, ist es sinn­vol­ler, wenn mög­lich einen Kom­pro­miss ohne Schlich­tungs­be­hörde zu suchen.

Der Autor

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Michel Wyss
Bera­ter Casafair Mit­tel­land, Wyss Lie­gen­schaf­ten, Wabern
www.wyssliegenschaften.ch

Aus «casanostra» 125

casanostra 125 - Juni 2014

Kurz erklärt

Wo ist die Schlich­tungs­be­hörde?
In den meis­ten Kan­to­nen gibt es meh­rere Stand­orte. Ent­schei­dend ist der Stand­ort der Miet­sa­che.

Wie rei­che ich ein Schlich­tungs­ge­such ein?
Das geht unkom­pli­ziert münd­lich oder schrift­lich. Oft gibt es ein Online­for­mu­lar.

Wie lange dau­ert ein Schlich­tungs­ver­fah­ren?
Im Regel­fall höchs­tens zwölf Monate.

Kann ich auch direkt ans Gericht gelan­gen?
Nein, in den meis­ten Fäl­len ist der Gang zur Schlich­tungs­be­hörde obli­ga­to­risch.

Wel­che Kom­pe­ten­zen hat die Schlich­tungs­be­hörde?
Wenn sich die Par­teien eini­gen kön­nen, ist diese Eini­gung rechts­kräf­tig. Konn­ten sich die Par­teien nicht eini­gen, erteilt
die Schlich­tungs­be­hörde die Bewil­li­gung zur Klage.

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